Gegenrede an das LG Frankfurt Juni 2020

Horst Mahler
z.Zt. JVA Brandenburg
Anton-Saefkow-Allee 22

14772 Brandenburg

An das
Landgericht Frankfurt (Oder)
Müllroser Chaussee 55
15236 Frankfurt (Oder)

Brandenburg, den 17. Juni 2020

Betreff: Wiederaufnahmeverfahren in der Strafsache gegen Horst Werner Dieter Mahler, geboren am 23.01.1936 zum Az: 21KLs1/20 LG Frankfurt/Oder

In vorstehend bezeichneter Sache trete ich den Ausführungen des Staatsanwalts Schöning wie folgt entgegen:

I. Zur formellen Beanstandung

Herr Schöning macht geltend, daß der Verfahrensantrag vom 09. August 2019 nicht von einem Rechtsanwalt unterzeichnet ist (§ 366 Abs. 2 StPO).

Dieser Mangel ist jederzeit behebbar.

Der Unterzeichnete hat die Beiordnung des Rechtsanwalts Andreas Wölfel als Pflichtverteidiger beantragt mit der Begründung, daß er sich in Haft befinde und deshalb keinen Zugang zu juristischer Fachliteratur habe.

Über diesen Antrag hat das zuständige Gericht gemäß der EU-Richtlinie 2016/1919 Artikel 6 Absatz 1 unverzüglich zu entscheiden.

Von der Entscheidung ist der Antragsteller unverzüglich in Kenntnis zu setzen (a.a.O. Abs. 2).

RA Andreas Wölfel ist von der zuständigen Strafkammer des Landgerichts Potsdam in mehreren Verfahren – u.a. im Verfahren 24KLs12/14 LG Potsdam – dem Unterzeichneten als Pflichtverteidiger beigeordnet worden.

Eine Entscheidung über den Antrag steht noch aus.

Wird dem Antrag – was zu erwarten ist – stattgegeben, wird RA Wölfel – wie bereits zugesichert – den Wiederaufnahmeantrag vom 09. August 2019 in eigener Verantwortung übernehmen. Damit wäre dem Formerfordernis in § 366 Abs. 2 genüge getan.

II. Zur Sachfrage

Herr Schöning geht auf den geltend gemachten Wiederaufnahmegrund überhaupt nicht ein, vielmehr ergeht er sich in Betrachtungen über die Frage, ob R e c h t s tatsachen – wenn diese nach der letzten Tatsacheninstanz existent werden, die Wiederaufnahme begründen können.

Der Unterzeichnete stützt aber seinen Wiederaufnahmeantrag nicht auf R e c h t s tatsachen, sondern auf eine  s u b j e k t i v e
T a t s a c h e, die einen Schuldspruch ausgeschlossen hätte, wenn sie am Schluss der letzten Tatsachenverhandlung schon erkannt worden wäre (Schuldbefreiender Verbotsirrtum i.S. von §17 StGB).

Der Verurteilte handelte in Unkenntnis des geheimen Vorbehalts der Genehmigungsmächte, die das Grundgesetz in Kraft gesetzt haben.

Nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichts soll bei der Schaffung der Bundesrepublik Deutschland und dessen Grundgesetzes der Wille gewirkt haben, daß die hoheitlichen Gewalten dieses Gebildes gegebenenfalls jegliche „propagandistische Affirmation der NS-Gewalt-und Willkürherrschaft” zu verhindern haben und die Meinungsäußerungsfreiheit (Artikel 5 Grundgesetz) diesem Vorhaben nicht entgegenstehen solle.

Tatsächlich enthält das Grundgesetz mit Artikel 139 – also explizit – einen Vorbehalt dieser Art, dessen Wirksamkeit begrenzt ist auf Regelungen, die im Zeitpunkt der Verabschiedung des Grundgesetzes schon gesetzt waren. Damit sind nach den allgemein anerkannten Grundsätzen der Gesetzeslehre darüber hinausgehende Ausnahmen vom verlautbarten Willen zum Grundrechtsschutz ausgeschlossen.

Das Bundesverfassungsgericht kommt auch nicht durch Gesetzesauslegung zur Gültigkeit eines von Artikel 5 Absatz 2 Grundgesetz verbotenen Sondergesetzes gegen eine bestimmte Meinung. Vielmehr maßt es sich unter Verletzung des Gewaltenteilungsprinzips (Artikel 20 Grundgesetz) mit der Formulierung, daß es eine Ausnahme von Artikel 5 Absatz 2 Grundgesetz „anerkenne”, eine dem Deutschen Staatsrecht fremde Derogativmacht an. Es verstößt damit gegen das Verbot der Kompetenzüberschreitung („ultra vires”).

Das Vertrauen des Verurteilten in die Geltung des Verbots des Artikels 5 Absatz 2 Grundgesetz bezüglich des § 130 Absatz 3 StGB (Holocaust-Leugnung) ist von Artikel 103 Absatz 2 Grundgesetz geschützt.

Im Gegensatz zur Weimarer Reichsverfassung gelten die Grundrechte des Grundgesetzes u n m i t t e l b a r mit der Folge, daß ein gegen Artikel 5 Absatz 2 GG verstoßendes Meinungsverbotsgesetz jedenfalls solange keinen Straftatbestand begründet, wie ihm das Bundesverfassungsgericht nicht durch „Anerkennung einer Ausnahme” vom Grundrechtsschutz nicht Geltung verschafft.

Stefan Huster hat mit einer verdienstvollen Studie (Das Verbot der Auschwitz-Lüge’, die Meinungsfreiheit und das Bundesverfassungsgericht; NJW 1996, Seite 481 ff) gezeigt, daß alle Versuche, dem § 130 Absatz 3 StGB durch Gesetzesauslegung Geltung zu verschaffen, scheitern und das „gewünschte Ergebnis” allein durch eine teilweise Nichtanwendung des Artikels 5 Absatz 2 GG zu erreichen ist. Das Bundesverfassungsgericht ist diesen Weg jetzt gegangen. Die sich damit auftürmenden staats- und verfassungsrechtlichen Probleme erwähnt es mit keinem Wort, obwohl diese jeden Juristen geradezu „anspringen”.

Daß auch oberste Gerichte zuweilen Schwierigkeiten haben, die Grenzen ihrer Macht zu erkennen bzw. einzuhalten, beweist höchst eindrucksvoll die Urteilsschelte des Bundesverfassungsgerichts bezüglich der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs betreffend die grenzenlose Geldschöpfung durch die EZB.

Den Europarichtern wird in diesem Zusammenhang „objektive Willkür” vorgeworfen. Wegen Verletzung des Prinzip „ultra vires” erklärt das Bundesverfassungsgericht die Entscheidung des EuGH für „unbeachtlich”. Es muss sich gefallen lassen, mit dem Maß gemessen zu werden, das es selbst gegen den Europäischen Gerichtshof anlegt. Seine Macht ist auf die A u s l e g u n g der Gesetze und deren Anwendung auf einen konkreten Interessenkonflikt zu begrenzen. Grenzüberschreitungen, hier die Anmaßung, Grundrechte zu suspendieren bzw. außer Kraft zu setzen, haben nach der „ultra-vires-Lehre” die Unbeachtlichkeit seiner Dezisionsakte zur Folge (Pressemitteilung Nr. 32/2020 vom 5. Mai 2020 https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/bvg20-032.html)

Die Ermächtigung der Instanzgerichte, Akte des Bundesverfassungsgerichts zu ignorieren, ist in Artikel 20 Absatz 4 Grundgesetz (Widerstandsrecht) enthalten.

Das „ultima-ratio-Prinzip” ist in formaler Hinsicht gewahrt, indem gegen das Bundesverfassungsgericht keinerlei Kontrollmechanismen wirken. Bundesverfassungsrichter unterliegen nicht der Amtsenthebung im Wege der Richteranklage (Artikel 98 Grundgesetz).

Die Bindung der Instanzgerichte an W i l l k ü r-Akte des Bundesverfassungsgerichts kann jedenfalls aus § 31 Bundesverfassungsgerichtgesetz nicht als Rechtswille eines selbstbestimmten (freien) Volkes gedacht werden. Ist dieses mit einer hoheitlichen Gewalt konfrontiert, die darauf ausgeht, ihm den Gottestod (Atheismus) als Zwangsreligion aufzuerlegen, ist Widerstand oberstes Gebot.

Das Bundesverfassungsgericht verlautbart, daß es mit der Anerkennung einer Ausnahme vom Grundrecht der Meinungsäußerungsfreiheit (Artikel 5 GG) „der identitätsprägenden Bedeutung der Deutschen Geschichte Rechnung (trage) und diese in das Verständnis des Grundgesetzes einfließen” (lasse) (BVerfGE 124,300 {328 ff.}; 1BvR673/18 RdNr 23).

Die „Deutsche Geschichte” ist Weltgeschichte. Wie diese „in das
V e r s t ä n d n i s des Grundgesetzes einfließen” kann, bleibt das Geheimnis der Karlsruher Richter.

Es ist ausschließlich ihres Amtes, den Willen des Grundgesetzgebers
a u s z u l e g e n. Anknüpfungspunkt der Willensdeutung ist die Wortung der Norm unter Einbeziehung der so genannten Gesetzesmaterialien. Die Deutung der Weltgeschichte ist kein Gegenstand der richterlichen Erkenntnisarbeit, sondern allein der Weltanschauung der Rechtssubjekte als solchen, deren Bekenntnis durch Artikel 4 Absatz 1 Grundgesetz geschützt ist.

Im Glaubenskanon der drei abrahamitischen Religionen (Mosaismus, Christentum und Mohammedanismus) erfließt das Völkerschicksal aus dem Willen Gottes, des Allmächtigen, Allgegenwärtigen und Allwissenden.

Die bedeutendsten geistigen Führer der gottgläubigen Judenheit im 20. Jahrhundert, die Rabbiner Ovadja Josef1 und Joel Teitelbaum2, deuten die „Shoah” als Strafe Jahwes am jüdischen Volk wegen dessen Ungehorsams.3

Israel: 750.000 bei Begräbnis von Rabbi Ovadja Josef
08.10.2013
Es war das größte Begräbnis in Israels Geschichte…
Rabbi Ovadja Josef, das geistliche Oberhaupt der strengreligiösen Schas-Partei, starb am Montag im Alter von 93 Jahren. Nach Medienberichten nahmen 750.000 Menschen an seinem Begräbniszug teil, der durch die Stadt Jerusalem führte. (…)
Ultraorthodoxe jüdische Männer beim Begräbnis von Rabbi Ovadia Josef
Der mit Josef befreundete Staatspräsident Schimon Peres (90) unterbrach spontan ein Treffen mit dem tschechischen Staatschef Milos Zeman, um sich an Josefs Sterbebett im Jerusalemer Vorort EinKerem zu begeben.
Unter Tränen gab der politische Vorsitzende der Schas-Partei, Ari Deri, den Radiosendern Interviews. „Wir sind alleine ohne ihn, er war unser Vater“, sagte er.
Auch Palästinenserpräsident Machmud Abbas nutzte den Besuch von Knesset-Abgeordneten in Ramallah, um sein Beileid auszudrücken. (…)
Der 1920 in Bagdad geborene Josef hatte sich als jüdischer Religionsgelehrter einen Namen gemacht. In den vergangenen Jahrzehnten galt er als sehr einflussreich in der israelischen Politik. (…)
Begräbnis von Rabbi Ovadia Josef
Josefs Auslegung des jüdischen Religionsgesetzes galt als sehr fortschrittlich. (…)
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu äußerte „tiefe Trauer“ über den Tod des Religionsführers. Er sei „einer der größten Gelehrten unserer Generation“ gewesen. „Er war durchdrungen von Liebe für die Thora und das Volk“, sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros. Die Gespräche mit Josef seien für ihn immer sehr lehrreich gewesen.(https://religion.orf.at/stories/2607920/)

Das Geschichtsbild der Bundesverfassungsrichter ist geprägt vom Atheismus und steht im Widerspruch zur Präambel des Grundgesetzes. Diese behauptet ein W i s s e n  von Gott als Substanz der V e r a n t w o r t u n g „vor Gott”.

Wo war Gott in Auschwitz?” – Diese Frage bewegt den Zeitgeist. Die Suche nach der Antwort durch weltliche Strafdrohungen von der Wahrheit fernzuhalten ist das existenzielle Interesse der Judenheit, die Herrschaft JAHWES über die Völker zu erhalten.

Die „propagandistische Affirmation” des Völkermordes als göttliche Verheißung und heilsgeschichtlichen Auftrag an die Judenheit ist das Wesen der mosaischen Religion (ausführlich aufgezeigt in meinem Buch „Das Ende der Wanderschaft – Gedanken über Gilad Atzmon und die Judenheit” Verlag Der Schelm 2018, S. 63-126). Daraus eine Straftat zu zimmern ist eine Sünde gegen den Heiligen Geist, für die es keine Vergebung gibt.

Kein Deutscher Christ darf, ohne sich zu versündigen, den Verdacht hegen, daß Deutsche Richter urteilen könnten, daß das Leugnen eines geschichtlichen Großereignisses als dessen „propagandistische Affirmation” zu gelten habe und ungeachtet des Schutzversprechens des Artikels 5 des Grundgesetzes als Straftat zu bewerten sei, – bis die höchsten Richter dieses Landes mit ihrer Unterschrift und ihrem Dienstsiegel sich selbst zur Anzeige bringen.

Ist dieser Fall eingetreten, genügt es nicht mehr, nur nach einer
E r k l ä r u n g für den Verrat am Recht zu suchen. Das Ereignis ist so gewaltig, seine Auswirkungen auf die Weltgeschichte so gravierend, daß das Geschehen nur als Erscheinung eines Völkerkrieges hinreichend zu erfassen ist, das von Göttergestalten bestimmt wird, die Völker sind.

Das rechtliche Argument, mit dem hier die Forderung nach Wiederaufnahme und Freispruch erhoben wird, ist der Verbotsirrtum in seiner absoluten Form, wie er bisher noch nie in Erscheinung getreten ist. Absolut ist der schuldbefreiende Irrtum in der Hinsicht, daß die Rechtsfolge nicht bedingt ist durch das Vorhandensein endlicher Verhältnisse (z.B. sorgfältige Erkundigungen).

Es bestanden keine Zweifel bezüglich der Verbotslage. Das Bundesverfassungsgericht hat mit dem Haverbeck-Beschluss vom 22. Juni 2018 verbindlich festgestellt, daß das Leugnungsverbot (§ 130 Absatz 3 StGB) sich gegen eine bestimmte  M e i n u n g  richtet. Der Rechtsordnung als Dasein der Freiheit ist die Erwartung immanent, daß die Rechtssubjekte die Gesetze als den Willen des Gemeinwesens anerkennen nach Maßgabe der verfassungsrechtlichen Rangfolge der Gesetzgeber.

Im Streitfall hat das Sonderrechtsverbot des Artikels 5 Absatz 2 Grundgesetz den Vorrang vor § 130 Absatz 3 StGB.

Egal, wie die nachträgliche „Anerkennung” einer „Ausnahme” von Artikel 5 Grundgesetz verfassungsrechtlich einzuordnen ist, war § 130 Absatz 3 StGB kein handlungsbestimmender Warnhinweis bezüglich der inkriminierten Meinungsäußerung.

Der Antrag auf Beiordnung eines Offizialverteidigers dürfte damit hinreichend begründet sein. Über diesen ist unverzüglich zu entscheiden und mir eine angemessene Frist – mindestens einen Monat – für die Vorlage eines anwaltlich verantworteten Wiederaufnahmeantrages zu gewähren.

gez.

Horst Mahler

1 TAZ 07.08.2000

2Joel Teitelbaum (auch genannt: Reb Yoelish oder Reb Joilisch; geb. am 13. Januar 1887 in Sighetu Marmației, Königreich Ungarn, heute Rumänien; gest. am 19. August 1979 im Mount Sinai-Krankenhaus in Manhattan) war der Gründer und der erste Admor der Satmarer Dynastie. Er leistete einen immensen Beitrag zur Renaissance des Nachkriegs-Chassidismus und vertrat eine äusserst strenge, konservative, allem Modernen abgewandte und isolationistische Linie und war ein erbitterter Gegner des Zionismus, den er als im Sinne des orthodoxen Judentums eindeutig häretisch bewertete. (https://www.jewiki.net/wiki/Joel_Teitelbaum)

3 Amos Funkenstein: „Jüdische Geschichte und ihre Deutung”, jüdischer Verlag im Suhrkampverlag,1995, S. 227 ff

Horst an Ursula Haverbeck im Mai 2020

Horst Mahler in Gefangenschaft am 28. Mai 2020

 

Liebe Ursula,

zu Deinem Brief vom 19. des Monats:

Auch hier keine Besuche mehr; aber nicht wegen „Corona”, sondern weil uns der Putsch der vom SANHEDRIN angeleiteten „Globalisten” gegen die Rest-Staaten bzw. Staats-Reste in die „Neue Normalität” versetzt hat, in der die Normen des Rechts nicht mehr gelten.

Unsere Tage sind Tage des Triumphes der Gegengeschichte, die der Schatten des Fortschritts des Geistes im Bewußtsein der Freiheit ist.

Erst im Spiel von Licht und Schatten wird Erkenntnis.

Der Putsch der freimaurerischen Kräfte trifft auf eine Zivilisation, die den Begriff des Staates und des Rechts schon kennt. Seine gegengeschichtliche Verschattung bewirkt ein Verlust-Bewußtsein, das das einfache Wissen von Staat und Recht jetzt verwandelt in Erkenntnis des Begriffs von Staat und Recht als weltliches Dasein Gottes.

Nicht schon das einfache Wissen von der Wahrheit macht frei, sondern erst die erkannte Wahrheit. Und dieses Erkennen ist JETZT. Die erkannte WAHRHEIT ist die EINSHEIT von GOTT und MENSCH, das absolute Selbst-Bewußtsein des BEGRIFFS (Gottes) in der Deutschen Idealistischen Philosophie in der Vollkommenheit, in der sie mit Hegel das Licht der Welt erblickt hat. Der geschichtliche Augenblick ist der Endkampf von Moses und Hegel um die Geltung im denkenden allgemeinen Bewußtsein.

Die Kampagne gegen § 130 StGB spielt in diesem Kampf keine Rolle mehr.

Du hast es geschafft, das Bundesverfassungsgericht mit Deinem Kampf zum Offenbarungseid zu zwingen.

Mit dem Beschluss vom 22. Juni 2018 in Deiner Sache hat es sogar den Schein der Rechtswahrung vernichtet und an seine Stelle Gewalt als Unrecht gesetzt.

Es ist eine Ironie der Weltgeschichte, daß es selbst mit seinem EuGH-Beschluss vom 05. Mai 2020 – 2BvR859/15 – die Formel für die Beurteilung seines Tuns gesetzt hat. Es gesteht sich mit dem Haverbeck-Beschluss „selbstbestimmte, schleichende Kompetenzerweiterungen zu – hier die Kompetenz, dem „Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland” das Herz der politischen Freiheit (die Meinungsäußerungsfreiheit – Artikel 5 Grundgesetz) herauszureissen. Für uns haben jetzt nur noch die Artikel 20 Absatz 4 (Widerstandsrecht) und 146 Grundgesetz (Beendigung der Bundesrepublik) eine praktische Bedeutung, nachdem mit den „Corona-Dekreten” die dauerhafte Außerkraftsetzung der Grundrechte in das allgemeine Bewußtsein eingetreten ist. Das Verbot, den Wesenskern der Grundrechte anzutasten (Artikel 19 Absatz 2 GG), haben alle Verfassungsorgane jetzt schon vielfach mit Füßen getreten.

Mit der Corona-Kriegspropaganda wird die Gier nach ewigem Leben, das nichts anderes als die Hölle wäre, mit widerlicher Heuchelei der Freiheit übergeordnet.

Damit hat sich der Judengeist endgültig sein Todesurteil gesprochen. Den Germanen war und ist die Freiheit das höhere Gut.

Deine Klage über die Unfähigkeit des Verstandes, „eine innerlich geschaute Ganzheit darzustellen”, ist grundlos. Es ist allein Deine hartnäckige Weigerung, Dich der Vernunft anzunehmen, die Dich in Unfrieden zurückläßt.

Bleib gesund und wir sehen uns wieder.

Herzliche Grüße

Horst

Wenn auch Sie Ursula Haverbeck schreiben wollen:
Ursula Haverbeck
Umlostraße 100 / Haus 5
33649 Bielefeld

Gastbeitrag: DEUTSCHES KOLLEG zur Coronakrise

Corona-Krise“ – Der gesundheitspolitisch begründete Putsch zur Schaffung einer Weltregierung der Globalisten gegen die souveränen Nationen und ihre Nationalökonomien!

Die Corona-Pandemie ist ein inszenierter Vorwand, um den bevorstehenden Zusammenbruch des Weltfinanzsystems gegenüber den leidtragenden Völkern als unabwendbares Naturereignis darzustellen. Es handelt sich nicht um eine Verschwörung, sondern um ein offenes Programm zur Schaffung einer jeglicher Kontrolle entzogenen Weltregierung. Nach dem erfolgten Kontinentalzusammenschluß durch die EU-Diktatur greift man jetzt zur globalen Herrschaft.

Die Krise wird von allen Beteiligten im globalen Machtkampf als sinnvolle Zivilschutzübung zur Vorbereitung auf einen großen militärischen Konflikt instrumentalisiert. Da keiner strategische Nachteile erleiden möchte, machen alle mit.

Das erklärt auch die Rolle des neutralen Schwedens, auf dessen Boden seit mehr als 200 Jahren kein Krieg stattgefunden hat. Die Schweden reagieren auf die Krise nicht mit Verboten, sondern mit Geboten. Auch Weißrussland (Durchmarschgebiet aller Kriege gegen Russland) und Brasilien (keinem der Militärblöcke angehörig) wehren sich gegen die aufgezwungenen Kriegsmaßnahmen und werden dafür von der gelenkten Lügenpresse übel diffamiert. In Weißrussland gibt es unter Präsident Aljaksandr Lukaschenko weder Ausgangssperren, noch einen Ausnahmezustand oder gar entmenschlichende Gesichtsmasken. Zudem sind alle Geschäfte und Schulen etc. geöffnet.

Das Virus öffnet den Völkern die Augen! Nichts mehr wird so sein, wie es vorher war, weil die Zerstörung der Lebensgrundlagen und die massiven Einschränkungen der Grund- und Freiheitsrechte die Menschen zum Nachdenken und Widerstand zwingen. Die tektonischen Veränderungen einer neuen Weltordnung werden immer spürbarer, auch wenn die meisten Menschen die Zeichen der Zeit noch nicht erkennen.

Die Schattenregierung (Deep State), die ihre grausame Herrschaft durch einen „gesundheitspolitisch begründeten Putsch“ (Reinhold Oberlercher) gegen die Menschheit sichern möchte, wird scheitern.

Mit der Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA ist ein Kampf entbrannt, der eine neue Ära der Weltgeschichte einläutet.

In seiner herausragenden Rede vor der UN-Generalversammlung vom 25. September 2019 verkündete er: „Die Zukunft gehört nicht den Globalisten. Die Zukunft gehört den Patrioten. Die Zukunft gehört souveränen und unabhängigen Nationen.“ Eine offen ausgesprochene Kriegserklärung!

Als das Dritte Reich damals den Aufstand gegen den „Feind der Menschheit“ wagte, mußten drei Weltmächte und fünfzig Nationen zur Niederschlagung Deutschlands aufgeboten werden. In einem heldenhaften, sechsjährigen Ringen verlor die Deutsche Wehrmacht diesen Kampf.

Doch ein so geschichtsmächtiges Volk wie die Deutschen kann man nicht einfach aus dem Weltgeschehen entfernen. Die Schöpfungsordnung läßt sich nicht aufhalten. Das „heilig Herz der Völker“ (Hölderlin) hat immer noch die Aufgabe, seinen Volksgeist zum Weltgeist zu erheben. Dafür hat die tausendjährige Geschichte des heiligen Reiches die Deutschen bestimmt.

Friedrich Nietzsche warnte JENE bereits in seinem Buch „Morgenröte“ (Genua, 1881) davor, den Bogen zu überspannen:

Zu den Schauspielen, auf welche uns das nächste Jahrhundert einladet, gehört die Entscheidung im Schicksal der europäischen Juden. Daß sie ihren Würfel geworfen, ihren Rubikon überschritten haben, greift man jetzt mit beiden Händen: es bleibt ihnen nur noch übrig, entweder die Herren Europas zu werden oder Europa zu verlieren, so wie sie einst vor langen Jahren Ägypten verloren, wo sie sich vor ein ähnliches Entweder-Oder gestellt hatten.“

In einem Brief an seine Frau während seiner Inhaftierung schrieb Rudolf Heß am 28. 10. 1946 – zwölf Tage nach dem qualvollen, gewaltsamen Tod seiner Nürnberger Mitgefangenen – die prophetischen Worte:

Was der Tod der Elf einmal bedeuten wird,
vermögen heute nur wenige zu ahnen –
noch weniger kann ich darüber schreiben.
Wir stehen mitten in einer großen Zeitenwende …
Alles scheint negativ …
Und einmal wird dann doch Neues und Großes geboren werden …“

Der globale Hochverrat gegen alle souveränen Völker dieser Welt muß durch einen Hochverratsprozeß beendet werden. Ein geeigneter Gerichtsort wäre die Stadt Nürnberg, wobei diesmal nicht Unschuldige vor Gericht stehen.

Robert von Westerwald

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Die Causa „Kalbitz” – oder der Feind in den Reihen der AfD

Horst Mahler am 18.Mai 2020

Eine politische Partei kann in ihrer Satzung vorsehen, daß ein Bewerber, der der Partei beitreten will, über etwaige Zugehörigkeit bzw. frühere Mitgliedschaften in politischen Vereinigungen eine wahrheitsgemäße Selbstauskunft zu geben hat.

Die Satzung kann aber nicht rechtswirksam vorgeben, daß derartige Mitgliedschaften die Annahme eines Beitrittsantrages in das Belieben des zuständigen Organs der ersuchten Partei stellen. Das widerspräche der staatsrechtlichen Stellung der Partei als Mitwirkungsmacht bezüglich der staatlichen Willensbildung.

Die Selbstauskunft vermag nur ein Prüfungsrecht der ersuchten Partei zu begründen, dessen ausschließlicher Zweck es ist, festzustellen, ob der Bewerber die Gewähr bietet, daß er aufrichtig die Zwecke der Partei fördern will.

Im Falle Kalbitz ist dieser Zweck obsolet geworden dadurch, daß der Betroffene außerordentlich erfolgreich für die Interessen der Partei gearbeitet hat und deswegen von den Beschlussorganen der Partei als hochrangiger Mandatsträger zum Willensmittler der Partei in einem Verfassungsorgan – dem brandenburgischen Landtag – berufen worden ist.

Der mit knapper Mehrheit vom Bundesvorstand der Partei beschlossene Widerruf der Aufnahmeerklärung verletzt eklatant die Prärogative der an der Investitur von Kalbitz als Landesvorsitzender der AfD Brandenburg und als Mitglied des Landtages beteiligten Beschlussorgane der Partei und gleichermaßen der AfD-Landtagsfraktion, die ihn zum Fraktionsvorsitzenden gewählt hat.

Die Putschisten im Parteivorstand reihen sich mit ihrem Vorgehen gegen Kalbitz ein in die Phalanx der Deutschfeinde, die mit brachialen Mitteln die Deutschwilligen Deutschen aus dem gesellschaftlichen Leben heraushalten.

Sie werden scheitern.

Horst Mahler

Gottesbegriffsdialog – Kapitel 2

Lesen Sie hier “Kapitel 1”

26.03.2020

Sehr geehrter Herr Mahler,

auf mein Schreiben vom 08. März haben Sie mir mehrteilig und inhaltsdicht geantwortet. Haben Sie vielen Dank dafür; damit hatte ich nicht wirklich gerechnet. Nicht im Mindesten indes werde ich der Fülle und Dichte Ihrer Ausführungen Herr. Wir entstammen beide dem „Volk der Dichter und Denker“. Ich rechne Sie definitiv den Denkern zu, während ich mich doch bei den Dichtern verorte. Nun ist die Frage, wie ein Dialog zwischen diesen beiden Ankerpunkten des Geistes funktionieren kann.

Daß ich „Lutheraner dem Begriffe nach“ bin, das will ich hoffen. Auch ein Dichter kommt nicht ohne Denken aus. Ob ich indes Luther als jemanden betrachte, der „die Gotteserkenntnis dem Denken als solchem“ anvertraute, das stelle ich durchaus infrage. Bei den 5 „Alleinigkeiten“ der Reformation jedenfalls finde ich kein „sola cogitatio“. Im Gegenteil:

Sola Fide (allein der Glaube)
Sola Scriptura (allein die Schrift)
Solus Christus (allein Christus)
Sola Gratia (allein die Gnade)
Soli Deo Gloria (Gott allein gehört die Ehre)

Alleine durch die ausschließlich in Christus als Mitte der Schrift offenbarte Botschaft von der Gnade Gottes, die im Glauben ergriffen werden will, gelangt der Mensch zur Erlösung und somit Gott zu seiner Ehre – so lese ich dieses reformatorische Grundprinzip. Wo sehen Sie hier den Primat des Denkens? Gerade die durch menschliche Werke (dazu rechne ich auch das Denken!) selbst gezimmerte Gotteserkenntnis wird hier doch ausgeschlossen: Gott zeigt sich dem Menschen, nicht er wird vom Menschen entdeckt.

Wenn Luther also ein Denker ist, dann habe ich zumindest Mühe, mich ihm hier beizugesellen. Sollten Sie mich hierdurch zu den „Spinnern“ rechnen, bleibt die Frage: Reden Sie mit einem „Spinner“? Wenn Luther indes ein Dichter ist, der aus der Ergriffenheit durch die wieder geöffnete Gottesverbundenheit heraus Leben und Reden in Tat und Klang gestaltet, so bin ich bei ihm. „Ein Apfelbäumchen pflanzen …“ – eine Gleichnishandlung von jesuanischer Qualität!

Lutheraner der Zugehörigkeit nach bin ich natürlich längst nicht mehr. Wie könnte ich auch, habe ich doch auch das Christentum verlassen und mich seitdem als Heide in einer ent-anthropomorphisierten Gottesvorstellung niedergelassen: „Das große Ganze“.

Damit zusammenhängend habe ich auch Schwierigkeiten, dem Begriff „Gott“ einen geschlechtsspezifischen bestimmten Artikel beizufügen. Auch Sie sprechen von „Gott“ durchgehend in der männlichen Person. Was wird durch diese sprachliche Entscheidung ausgeschlossen bzw. vorgegeben? Große Sympathie habe ich hingegen für die bei der „Artgemeinschaft“ verwendete Begriffsform „Das Gott“. Hier wird doch versucht, „Gott“ in einer – das ist jetzt ein Begriff von mir – natürlichen Übergeschlechtlichkeit zur Sprache zu bringen. Dem entspricht der Bezug auf die Natur, ihre Dynamik und ihre Erfahrungsebenen, um das persönliche Eingewobensein darin – wie auch das der Gruppe – auf eine miteinander geteilte Deutungsbasis zu stellen (Ein einziges Blatt eines Baumes kann mir alles über „Gott“ erzählen, meine ich). Und: Finden sich in den zu beobachtenden natürlichen Abläufen nicht dieselben Grundaussagen wieder, die Sie in Ihrem Hegel-Zitat (S. 2 unten Ihres ersten Antwortschreibens) benennen: Übergehen von Sein in Nichts und von Nichts in Sein? Daß nun die Natur – und damit meine ich durchaus den Kosmos insgesamt – „nur“ die hervorgebrachte Erscheinung Gottes im Außen ist, macht sie doch nicht zwingend zweitrangig einem Innen gegenüber, das in diese äußere Erscheinung doch wohl seine gesamte Identität hineingießt – sonst würde „es“ sich darin ja nicht wiedererkennen.

Materialist bin ich gewiss keiner. Doch habe ich meine Schwierigkeiten mit jeder Art von Heilsgeschichte. Worin soll das Heil denn letztlich bestehen – die Frage Luthers nach einem gnädigen Gott ist doch wohl längst nicht mehr die unsere? Und bedingt das Heil des Einen nicht zwingend das Unheil des Anderen?

Viele weitere Fragen lasse ich hier einmal noch beiseite, manches bleibe ich hier also vorerst einmal schuldig. Ich brauche verdaubare Portionen, um an deren Nahrhaftigkeit nicht zu kollabieren. Doch gerne nehme ich Ihre Einladung an und wage mich in die Denkwaschanlage!

Hier beiliegend schicke ich ein Büchlein mit, das ich als eine persönliche theologische Biographie betrachte. Ich bin kein Mensch, der Bücher schreibt; dieses hier hat sich während meines Auseinanderreibens mit der Bay. Evang. Landeskirche quasi von selbst geschrieben. „Theologie ist zu 50% Biographie“, hat einer meiner theologischen Lehrer einmal gesagt … . Ich habe einen durchaus langen und windungsreichen Weg hinter mir. Und er ist beileibe noch nicht zu Ende!

 
Mit achtungsvollen kameradschaftlichen Grüßen!
Brief als PDF

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Horst Mahler
Anton-Saefkow-Allee 22
14772 Brandenburg

Brandenburg, den 20. April 2020

Lieber Herr C,                                 Text als PDF

ja, ich bin bereit, auch mit „Spinnern” zu sprechen, nur gehören mindestens ZWEI dazu. Sie müssten mich also ertragen. Können Sie das? Der DICHTER würde mir nicht davon kommen und DENKWÄSCHE geht nur als SELBSTREINIGUNG. Die ist manchmal schmerzhaft.

Überzeugungsarbeit ist zwecklos, also lass ich das. Es geht um die HERSTELLUNG einer „miteinander geteilten Deutungsbasis”. Die gibt es nämlich noch nicht. GÜNTHER ROHRMOSER hat es auf den Punkt gebracht: Wir können uns nicht einmal mehr darüber verständigen, worüber wir streiten wollen.

Fangen wir mit GOTT an! Sie meinen, „Gott zeige sich dem Menschen, nicht er werde vom Menschen entdeckt”. Ich weiß, daß GOTT sich sich selbst zeigt, um zu wissen, was er ist; SEIN Wahrnehmungsorgan ist denkendes Bewußtsein, das den Menschen als solchen ausmacht. WO anders könnte GOTT sein?

GOTT ist WAHRHEIT; seine Wirklichkeit als freies Bei-sich-sein ist er erst im WISSEN von sich, daß er im MENSCHEN ist (nicht: hat).

Wie er sich weiß, so macht er sich als WELT.

Sie trennen GOTT und MENSCH – verharren also im Judengeist. Zeigen Sie mir, daß es anders ist!

Den Witz mit „Das Gott” können Sie sich sparen. Sein philosophischer Name ist „Das Absolute” und die zugehörige Bedeutung dieses Namens ist: „Was von nichts abhängt, das es nicht selbst ist”. Zufrieden?

Die ARTGEMEINSCHAFT ist die jüdische Diaspora im Christentum; mir ein einziges Ärgernis weil sie den DEUTSCHEN WILLEN lähmt. Sie lähmt, indem sie GOTT in Bilder, Vorstellungen und Gleichnisse bannt, also in eine Gestalt, in der GOTT nichts mehr vermag. Es ist der vom jüdischen Verstand erschlagene Gott.

Spätestens an dieser Stelle sollte Ihnen klar sein, daß ich Sie nicht den „Spinnern” zurechne, denn ich stelle Fragen und will Antworten.

Das große Ganze” – Oh je. Das ist der BEGRIFF im Sinne ABSOLUTER AKTUOSITÄT, der sich sich selbst offenbart.

Das mit dem „einzigen Blatt”, das alles über Gott erzählen kann, erzählt HEGEL in den 20 Bänden seiner Werke so, daß es zur Gewissheit wird und alle Zweifel schweigen. Aber das „Blatt”, über das Leibniz mit den Hofdamen plauderte, erzählte nichts von NOTWENDIGKEIT seines SEINS: Es fällt ab und welkt.

Weitere Nachfrage: Sie rechnen das DENKEN zu den „menschlichen Werken”. Wie kann das DENKEN als WERK gedacht werden, da es dem BEGRIFFE nach alles, was ist, aus sich hervorbringt? Auch sich selbst.

Das macht jetzt den Übergang zu Luther.

Sie schreiben:

Ob ich … Luther als jemanden betrachte, der ‚die Gotteserkenntnis dem Denken als solchem anvertraue’ (HM), das stelle ich durchaus in Frage. Bei den 5 ‚Alleinigkeiten’ der Reformation jedenfalls finde ich kein ‚Sola Cogitatio’. Im Gegenteil:

Sola Fide (allein der Glaube)
Sola Scriptura (allein die Schrift)
Solus Christus ( allein Christus)
Sola Gratia (allein die Gnade)
Soli Deo Gloria (Gott allein gehört die Ehre)”

und fragen mich:

Wo sehen Sie hier den Primat des Denkens?”

Was tun Sie damit? Bieten Sie mir eine AUFZÄHLUNG gleichgültiger Dinge? Und wenn es so wäre: Sind das nicht GEDANKEN-Dinge? Was bliebe von ihnen, wenn Sie DENKEN daraus entfernten? Hätte Luther das Denken als „cogitatio” in die Reihe der „Fünf Alleinigkeiten” aufgenommen, wäre das nur der Beweis für das Wirken eines in die Irre führenden Denkens. Das sollten Sie ihm nicht antun.

Sind für Sie „Fide”, „Scriptura”, „Christus”, „Gratia” und „Deo Gloria” nicht besondere Gegenstände Ihres Denkens, deren SEELE – das Durchdringende ALLGEMEINE – (Ihr) DENKEN ist?

Und in Ihrer Parade vermiss ich eines, was für einen Dialog ungemein förderlich ist: Die Berücksichtigung des Satzes von Benedict Spinoza „omnis determinatio est negatio”.

Wenn ich sage, Luther habe die Erkenntnis der Wahrheit dem DENKEN anvertraut, dann spielt unausgesprochen beiher, was Luther in seinem Standpunkt negiert. Sind wir uns etwa nicht einig, daß er die Bindung der Erkenntnis an die VERMITTLUNG durch die geweihte Autorität des Priesters mit weltgeschichtlicher Wirkung vernichtet hat, und dadurch zum REVOLUTIONÄR geworden ist?

Luther hat die UNMITTELBARKEIT des Menschen zu GOTT in das ALLGEMEINE BEWUSSTSEIN erhoben, indem er die im Glauben stattfindende GOTTESERKENNTNIS in die DEUTUNGSARBEIT des GLÄUBIGEN legte.

Daran ändert der Umstand nichts, daß Luther durch den nächtlichen Blitzschlag ein Leben lang traumatisiert (geistesgestört) war. Seine Sucht, GOTT ihm gnädig zu machen, ist in meinem höchstpersönlichen Gebet im Hegel’schen Sinne aufgehoben. Dieses geht so:

Vater im Himmel – mach’, daß ich Deinen Willen erkenne und gib mir die Kraft, ihm (sic!) zu leben. Amen!”

Das ist es wohl, was die Quintessenz des Luther’schen Werkes „Vom unfreien Willen” ausmacht. Es ist die Antwort auf die Sinnfrage, die sich wohl jeder Mensch – der eine früher, der andere später – stellt.

Wer hat tiefer die BRECHUNG des EIGENWILLENS als den metaphysischen Ort der Verschmelzung des MENSCHEN mit GOTT bestimmt und damit den PREUSSISCHEN VOLKSGEIST als solchen sich seiner bewußt gemacht?

Die Kraft jenes Gebets ist unmittelbare Erfahrung, die sich in meiner Biographie abbildet.

Die OFFENBARUNG GOTTES in das Denken im MENSCHEN ist der Begriff von „Gnade und Barmherzigkeit”, weil: Es gibt nichts HÖHERES, das als HEIL gedacht werden kann.

Ihre „Schwierigkeiten mit jeder Art von Heilsgeschichte” haben ihren Grund vermutlich darin, daß Sie dem NAMEN „Heilsgeschichte” eine Bedeutung assoziieren, die gar nicht gedacht werden kann, also Nonsens ist.

Der Begriff „Heilsgeschichte” ist die in Gedanken gefaßte Historizität des Offenbarungsgeschehens GOTTES in das Bewußtsein des MENSCHEN, das dadurch das in der Zeit erscheinende WISSEN GOTTES von sich ist. In diesem Sinne ist sie wesenhaft gesättigte Religionsgeschichte, welche sonst nur als Erzählung äußerlicher Begebenheiten dargeboten wird.

Die von Ihnen behauptete Selbsterfahrung einer „Ent-antropomorphisierung” ist die Herabsetzung des HÖCHSTEN zu einem WENIGER als Sie selbst sind. Oder erleben Sie sich nicht als Person? Wo und wie hätte GOTT denn das verloren, was er Ihnen geschenkt hat?

Verlassen Sie nicht den karthesischen Ursprung des Gottesbegriffs, den Satz, daß alles bezweifelbar ist, nur der Gedanke nicht „cogito ergo sum”? Was anderes wäre für Sie der Punkt, auf dem Sie stehen könnten, um sinnerfüllt von und über Gott reden zu können?

Mit dem zeitgeistlichen Projekt „Entmannung Gottes” kann man sicherlich noch eine Zeit lang Bücherregale füllen, ehe es mit „Homerischem Gelächter” in das „ewige Kuriositätenkabinett” versetzt wird.

Es gibt „im Himmel und auf der Erde” keinen mächtigeren Unterschied als den zwischen Mann und Frau, und nichts ist unzertrennlicher in der Welt als „Mann und Weib”.

Das eben ist die „Ebenbildlichkeit des Menschen”:

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zu seinem Bilde schuf er ihn; und schuf sie (?) als Mann und Weib” (1. Mose 1,27)

Das ist die bildliche Form des rein logischen Satzes:

Gott ist ‚Identität von Identität und Nichtidentität’”

Dieser findet sich bei Hegel in folgender Form:

Die Analyse des Anfangs gäbe somit den Begriff der Einheit des Seins und des Nichtseins oder, in reflektierterer Form, der Einheit des Unterschieden- und des Nichtunterschiedenseins oder der Identität der Identität und Nichtidentität. Dieser Begriff könnte als die erste, reinste, d. i. abstrakteste Definition des Absoluten angesehen werden, wie er dies in der Tat sein würde, wenn es überhaupt um die Form von Definitionen und um den Namen des Absoluten zu tun wäre. In diesem Sinne würden, wie jener abstrakte Begriff die erste, so alle weiteren Bestimmungen und Entwicklungen nur bestimmtere und reichere Definitionen dieses Absoluten sein” (Hegel W5,74)

Diesmal ist es ausnahmsweise einmal die englische Sprache, die schon an sich selbst diese Identitätsbeziehung unmittelbar zum Ausdruck bringt wie folgt:

the man = der Mann, der Mensch (Identität)
the woman = die Frau, das WEIB (Unterschied und Identität)

Sie wollen das jetzt ändern. Das ist enorm!

Das ist der Aufstand gegen die Vernunft. Seine Weltwirklichkeit ist die in unserem Lande zu beobachtende totale Zerstörung der FAMILIE und des STAATES.

Mann/Weib: Jedes der gegensätzlichen Momente ist – in der Anatomie sichtbar geworden – an sich zugleich das GEGENTEIL seiner selbst. Nach Spinoza ist der Unterschied (negation) mit gesagt.

Gottes Sprache in der Biologie ist drastisch und eindeutig: Sein Abbild ist nur durch den Unterschied und die Untrennbarkeit der Unterschiedenen. In der körperlichen Vereinigung der Ungetrennten erscheint erst die Gattung im Sinne des ewigen Lebens. Gleichgeschlechtliche Beziehung ist Negation der Gattung – ein UNWERT.

FAMILIE ist die Konfliktzone des Menschen, der nur dann Bestand hat, wenn die Geschlechterbeziehung RECHTSVERHÄLTNIS (genannt: „Ehe”) ist, das keines ist ohne die „Stichentscheidungs-Kompetenz” des FAMILIENVATERS, also des Mannes. Im Recht sind Mann und Weib in ihrer Unterschiedenheit als Person (Träger von Rechten und Pflichten) anerkannt aber nicht „gleich”.

Etwas anderes kann nur gelten, solange die Ehe noch nicht zur Familie geworden ist. Denn im Stand der (noch)-Kinderlosigkeit dürfen die Ehepartner sich noch trennen, ohne ihre sittliche Pflicht (gegenüber ihren Kindern) zu verletzen.

Goethes FAUST (Teil II) endet:

Das ewig Weibliche zieht uns hinan”

Mit diesem Satz ist die Frau in ihrer Wesenhaftigkeit des WEIBES geadelt. Was wird sich Goethe dabei gedacht haben?

Das weiß ich nicht; aber mir fällt eine Menge ein, was ich an seiner Stelle erläuternd sagen möchte.

Die FAMILIE als das Verhältnis der Sittlichkeit ist der Quellpunkt des STAATES als Willensorganisation des Gemeinwesens, d.h. des RECHTS. Die SITTLICHKEIT als SUBSTANZ des Staates ist also das Prius im Verhältnis zum STAAT. Er setzt die Vernunft als RECHT (GESETZ) und nicht umgekehrt; nicht setzt das RECHT die VERNUNFT. Das WEIB muss seine FREIHEIT erkämpfen, nicht die GLEICHHEIT.

Der Rechtswille kann also nicht gedacht werden als der Richter im familialen Streit.

Schon in der körperlichen Ausbildung des Mannes als der im Verhältnis zum Weib Stärkere, ist vom BEGRIFF das SCHWERT als Symbol der Verteidigung des Lebens in die Hand des Mannes gelegt. VERANTWORTUNG für die Familie ist das Wesen des Schwertes und für den Mann die absolute Pflicht, d.h. das Gebot, sein Leben zu geben, wenn der Schutz der Familie und des Staates dieses Opfer fordert.

Verantwortung erscheint in der Entscheidung. Die liegt in einem Zweier-Verhältnis wie der EHE beim Verantwortungsträger, weil sie nicht mediatisiert (demokratisiert) werden kann, also Einsheit nicht hergestellt werden könnte. Ergo: Das Weib, das in der Ehe geboren hat, ist im Umfang der AMTSGEWALT des Ehemannes durch diesen bestimmbar.

Der Kampf um die Erhaltung der Existenz geht notwendig auf Leben und Tod. Diese Notwendigkeit bildet sich ab in der Aggressivität des Schwertträgers. Diese ist aus ihrer zerstörerischen Richtung in das kreatürliche Moment der Erhaltung des Lebens zurückzubiegen. Die notwendige Temperierung erfährt sie durch das weibliche Prinzip der Hervorbringung und Hegung des Lebendigen. Die primitivste Gestalt der real-weltlichen Erscheinung dieses Begriffsmoments ist die „Beisshemmung” des siegreichen Kriegers, der die Frau des besiegten Feindes nicht tötet, sondern „nur” vergewaltigt und dann gehen lässt.

Und dem Begriffe nach kann das Weib um der Kinder willen nicht Krieger sein, die nur dann gesund aufwachsen im Erleben des WEIBLICHEN PRINZIPS, das seine WAHRHEIT allein in der innigen Mutter-Kind-BEZIEHUNG hat, die zerstört würde in der Vorstellung, daß die MUTTER fähig wäre, auf Befehl FREMDER in Gehorsam Menschen zu töten, was ja der Beruf des Kriegers ist.

Die Härte des vernünftigen Tötungswillens kommt dem SOHNE durch das Vorbild des VATERS an sein SELBST, das dadurch zum MÄNNLICHEN Charakter wird, der sich notwendig zur Einschüchterung von Feinden in der Körpersprache (Imponiergehabe) ausdrückt.

Dieser Zusammenhang übersteigt die biologische Differenzierung von Mann und Frau und ist deren sittliche SUBSTANZ.

So wird das SATANISCHE WESEN des „Genderismus” und der Geschlechter-unspezifischen „Homophilie” begreifbar. Wir, die wir von DEUTSCHER KULTUR geprägt sind, haben wohl eine mehr oder weniger klare Vorstellung von Eigenarten der verschiedenen Völker. So könnten wir wohl beschreiben, was für uns die Eigenart der FRANZOSEN, der ITALIENER, der RUSSEN usw. sei; als Eigenart der DEUTSCHEN in diesem Sinne gilt das SPARTANISCHE, das SOLDATISCHE, d.h. das PREUSSISCHE. Das Bedürfnis, diesen Volksgeist zu verunglimpfen, hat den Juden Heinrich Mann dazu getrieben, seinen Roman „Der Untertan” zu schreiben.

An dieser Stelle möchte ich auf das “Reiterlied” aus Schillers “Wallenstein” hinweisen:

 

Ihr Versuch der Entmannung GOTTES muss aber nicht zwingend als Anbiederung an den „Feminismus” gelesen werden. Vielleicht ist es nur der Versuch, einer sprachlichen Kalamität zu entkommen, die mit dem Satz: „Gott ist männlich” vorhanden ist. Diese hat Hegel wie folgt aufgelöst:

Es muss hierüber sogleich im Anfange diese allgemeine Bemerkung gemacht werden, daß der Satz, in Form eines Urteils, nicht geschickt ist, spekulative Wahrheiten auszudrücken; die Bekanntschaft mit diesem Umstand wäre geeignet, viele Mißverständnisse spekulativer Wahrheiten zu beseitigen. Das Urteil ist eine identische Beziehung zwischen Subjekt und Prädikat; es wird dabei davon abstrahiert, daß das Subjekt noch mehrere Bestimmtheiten hat als die des Prädikats, sowie davon daß das Prädikat weiter ist als das Subjekt (nicht nur die Rose ist „rot”, sondern auch das Blut/HM). Ist nun aber der Inhalt spekulativ so ist auch das Nichtidentische des Subjekts (Gott ist auch weiblich) und des Prädikats wesentliches Moment, aber dies ist im Urteile nicht ausgedrückt. Das paradoxe und bizarre Licht, in dem vieles der neueren Philosophie den mit dem spekulativen Denken nicht Vertrauten erscheint, fällt vielfältig in die Form des einfachen Urteils, wenn sie für den Ausdruck spekulativer Resultate gebraucht wird” (Hegel W5,93).

Wäre GOTT „übergeschlechtlich” – wie Sie meinen – wäre die Welt ein trostloser Ort. Seine wohl schönste Phantasie ist, als Mann und Frau zu erscheinen.

Sehr interessant ist Ihre Frage:

Finden sich in zu beobachtenden natürlichen Abläufen nicht dieselben Grundaussagen wieder, die Sie in Ihrem Hegelzitat … benennen: Übergehen von Sein in Nichts und von Nichts in Sein?”

Genau das ist „Hegelisch”. Goethe faßte es im „Chorus Mystikus” in die Zeile:
Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis”. Es ist ein und dieselbe Schrift – die Logik als UNSCHAUBARE, die NATUR als ERSCHEINENDE: Dieses Verhältnis ist in der INFORMATIK für das allgemeine Bewußtsein entdeckt worden, deren Prinzip es ist, alles was ist, als INFORMATION in BITS (01,10) und BYTES (10010110/01101001) abzubilden; auch das SINNLICHE.

Als Verstand ist die Information eindimensional dargestellt (01,10), in der Vernunftlogik zwei-und n-dimensional (01/10)
                                                                        (10/01)
…….

Man kann so die INFORMATIK als geheimnisvolle Widerlegung des Mosaismus deuten. Moses hätte die Schrift erfunden; der Geist sagt an, was mit ihr zu schreiben ist. Die Wahrheit sind nicht die Schriftzeichen sondern der Text.

Es ist leicht zu sehen, daß die Vernunft den Verstand in sich befasst. Dieser ist erst die Möglichkeit der Befreiung, die Vernunft ihre Verwirklichung.

Schon in den ALTEN HOCHKULTUREN zeigt sich am MENSCHEN der Trieb, die vorhandene Sinnlichkeit in UNSINNLICHE Information (Naturgesetze) zu verwandeln.

Erst im Mosaismus sind die unendlich vielen „Naturgesetze” als EINS gewußt – als der UNSCHAUBARE GOTT. Dieser hat sich in ihm aber noch nicht erkannt; er weiß noch nicht wirklich, was ER ist.

Ihr Einwand:

Daß nun die Natur – und damit meine ich durchaus den Kosmos insgesamt – ‚nur’ die hervorgebrachte Erscheinung Gottes im Außen ist, macht sie doch nicht zweitrangig einem Innen gegenüber, das in diese äußere Erscheinung doch wohl seine gesamte Identität hineingießt – sonst würde es ‚sich darin nicht wiedererkennen’”

Ich widerspreche Ihnen nicht. Das mit sich identische steht nicht im Verhältnis der Höher- bzw. Nachrangigkeit. Der Unterschied ist kein Werturteil sondern Konkretion der EINSHEIT; DIE EWIGE GEGENWART GOTTES ALS/UND IN DER WELT.

Diese Stelle in Ihrem Brief läßt mich hoffen, daß es doch zu einem ergebnisträchtigen Dialog zwischen uns kommt.

Sollte ich tatsächlich irgendwo geschrieben haben „daß die Natur nur Erscheinung Gottes im Außen” sei (ich bezweifele das), dann ergibt sich aus dem Kontext – dessen bin ich mir sicher – daß dieses „nur” nicht die Bedeutung eines „Zuwenig” oder ein anderes Werturteil trägt (Statt Brot nur Steine).

Es geht hier um den wesentlichen Unterschied von „BEGRIFF” und „GEIST”. Sie sind nicht Synonyme und stehen auch nicht im Verhältnis der isolierten Andersheit. Sie sind IDENTITÄT – aber nicht abstrakt, sondern „in sich bewegt” (konkret) Identität von Identität und Nichtidentität (siehe oben Seiten 4 und 6). Der Geist aber ist das Übergreifende.

Und noch eins:

Sie schreiben von „äußerer Erscheinung”, nicht von Erscheinung überhaupt. Damit sind Sie in die „Einseitigkeits-Falle” getappt. GOTT ist GEIST (Joh 4,24), sowohl innere Erscheinung – nämlich im Bewußtsein als Erkenntnis – als auch äußere Erscheinung – als Natur und Welt (Natur: = unmittelbar vorhandene Erscheinung; Welt: = durch Bewußtsein und Wille vermittelte Realität), Doppelung des Begriffs: Dieser ur-teilt sich und findet dadurch zu sich als VERSÖHNUNG der Gegensätze.

Die Welt ist gegenwärtig im Krisenmodus und die Natur in einer Gefährdungslage.

KRISE: = Entscheidung des WILLENS (WILLE: = praktischer Geist);
GEFÄHRDUNGSLAGE: = durch naturgesetzliche Intervention beeinflussbar.

Gegenwärtig erleben wir den Versuch, mit APPELLEN aus dem Krisenmodus herauszukommen und Gefahrenabwehr zu bewirken. Aber: APPELLE BEWIRKEN NICHTS!

Es muss gehandelt werden. Es ist zuallererst nach SINN + ZWECK des Handelns in der gegebenen Lage zu fragen.

Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.  Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. ” (Math 10,34-36)

An dieser Stelle nochmal der Text des “Reiterliedes”

Am Anfang steht die Erkenntnis, daß „DER WESTEN”, ohne es zu merken, einem alles vernichtenden Glaubenszwang unterliegt, dem ATHEISMUS, der sich die hübschende Bezeichnung „WISSENSCHAFTLICHES WELTBILD” zugelegt hat. Dieses beruht auf dem JÜDISCHEN PRINZIP der TRENNUNG von GOTT und MENSCH. Darin ist der MENSCH sich selbst das HÖCHSTE, der dadurch keine Achtung vor sich hat (Hegel W 12,123).

Die Vorstellung, daß APPELLE etwas „nützen”, ist ein Ableger der MORALISCHEN GESCHICHTSBETRACHTUNG, die das dem Begriffe nach absolut amoralische Volk, die Judenheit, den Völkern einträufelt, um sie zu „vertilgen”.

APPELLE zielen auf Resonanz eines gesellschaftlichen Kernkonsenses, den der Judaismus in beharrlicher GEGEN-GESCHICHTSARBEIT zu geistloser „Humanitäts-Duselei” verdünnt hat. Jede Blase, die aus diesem Sumpf aufsteigt, festigt die KULTURELLE HEGEMONIE DES JUDENTUMS. Das Gas macht aus Menschen GUTMENSCHEN, die in der Welt besoffen umhertorkeln und in jede Falle tappen, die ihnen die Judenheit stellt. Hätte es noch eines Beweises bedurft: Die „Corona-Pandemie 2020” und die Reaktion der Menschen – ihre eifrige Gefolgschaft bei der Umsetzung des universellen Staatsstreiches der Freimaurerei – ist dieser Beweis.

GUTMENSCHEN erkennen nicht den PLAN, dessen Opfer sie jetzt schon geworden sind.

Die WHO („Weltgesundheitsorganisation”) ist der sichtbare Teil des „TIEFEN STAATES”, des Prototyps der jüdischen Weltregierung. Die ehemals nationalen Regierungen sind ihr bedingungslos untergeordnet. Braucht man noch mehr Anschauungsmaterial als die weltweit konzertierte Zertrümmerung der materiellen Reproduktion der Völker („Wirtschaft” genannt)?

Was ist das Ziel?

    1. Die Inkaufnahme einer Dezimierung der Weltbevölkerung durch eine Kombination von SEUCHEN, HUNGER und KRIEGE – die Apokalyptischen Reiter;

    2. Zerstörung des globalen Währungs- und Finanzsystems, um den Weg frei zu machen für die Einführung einer durch Währungs-Zonen strukturierten WELT-EINHEITS-WÄHRUNG, die vom Hause Rothschild manipuliert wird;

    3. VERSCHROTTUNG der vorhandenen materiellen Basis der Realwirtschaft, um global einen gigantischen WIEDERAUFBAUBEDARF zu generieren als INVESTITIONSFELD für rentierliche Vermögensanlagen, die in der Anschub-Phase auf dem GOLD als Währungsreserve beruhen (GOLDSTANDARD), weil das GOLD sich im Besitz des Hauses Rothschild befindet.

Ergo: Die Fortsetzung des von Rothschild dominierten KAPITALISMUS UNTER VERÄNDERTEN BEDINGUNGEN mit tödlichem Ausgang (Franziskus: „Diese Wirtschaft tötet” EG Nr.53).

Der von den VÖLKERN zu bewirkende Ausweg aus der Krise ist der Übergang des UNMITTELBAREN – nur VORHANDENEN – MENSCHEN in den sich seiner als das Wissen Gottes selbst bewußten MENSCHEN. Das Wissen, daß die Vielheit der Völker Dasein des EINEN GOTTES ALS WELT UND IN DER WELT IST.

Der ZENTRALSCHLÜSSEL, der die Völker aus den Verliesen des Verstandes und damit von der Kulturellen Hegemonie des Judentums befreit, ist die DEUTSCHE IDEALISTISCHE PHILOSOPHIE: Mit ihr ist der von der Judenheit getötete GOTT DER CHRISTEN auferstanden.

Für die Heilsgeschichte spielt die Zeit keine Rolle. In ihrem Reich ist es gleichgültig, ob sich der heilige Geist als dieses Wissen schon jetzt oder erst in 500 Jahren in seine Gemeinde ausgießt (PFINGSTEN DER NATIONEN). Dann wird der MENSCH ACHTUNG vor sich selbst und RESPEKT sowie LIEBE für die NATUR haben, die er dann mit seiner schöpferischen Kraft hegen und pflegen wird.

Ich hoffe auf „gute Verdauung”.

Mit kameradschaftlichen Grüßen

Horst Mahler

 

Fortsetzung 3 im theologischen Diskurs

Horst Mahler im März .2020

 (Start) (Fortsetzung) (Fortsetzung 2)

Sie fragen:

Wie denn ist das Judentum in die Welt gekommen? Ist es eine schlichte Erfindung von Moses?”

Wäre „das Judentum” eine „Erfindung Moses”, könnten wir uns heute darüber nicht unterhalten weil wir nichts von Mose wüßten. Er wäre vergessen.

Hoffnungsfroh stimmt mich der Umstand, daß Sie „das Judentum”
o f f e n s i c h t l i c h 
nicht auf die Gene der Hebräer zurückführen. Das bringt uns einander näher.

Vermutlich sind Sie schon mal Menschen begegnet, von denen Sie meinten, daß sie „wirres Zeug” in ihrer Rede von sich geben, was auch andere, die Zeuge wurden, so beurteilten.

Sie haben – wie jeder „vernünftige” Mensch – in sich eine Instanz, die gänzlich unabhängig von Ihrem Willen und Ihren Vorlieben darüber urteilt, was in Reden als „wirr” oder „normal” rüberkommt. Was ist das „Wesen” dieser Instanz?

Ihnen wird von Markus Springer (Sonntagsblatt vom 13.03.2016) der Satz zugeschrieben: „Koraner dürfen eingeladen werden, dort zu leben,
w o   d a s   L e b e n 
n a c h   i h r e n VORSTELLUNGEN
o r g a n i s i e r t u n d   e i n g e t e i l t   i s t .” – Bravo!

Würden Sie sich das nicht auch für Juden wünschen, wenn ein „WO” ihr EIGEN wäre, das nach ihren Vorstellungen „organisiert und eingeteilt ist”?

Wenn „eines Mannes Rede” ein ganzes Volk dazu bringt, sein Leben nach jenen Worten zu organisieren und einzuteilen, läge es dann nicht nahe, in den Genossen dieses Volkes etwas zu suchen, das den Worten dieses einen Mannes G l a u b e n schenkt – so stark, daß er Berge versetzt?

Und verdanken wir diesem WUNDER, das an die Dreieinhalb Jahrtausende zurückliegt, nicht unser Gespräch darüber?

Spricht nicht schon „der Beweis des ersten Anscheins” dafür, daß Moses Lehre im Volk der Hebräer – wie ein Embryo im Mutterleib – schon voll ausgebildet lebendig war, und Moses würde sie nur w a c h
g e r u f e n haben?

Nun, Hegel hat es nicht beim „Beweis des ersten Anscheins” belassen, sondern ist „den Dingen auf den Grund gegangen”.

Er hat den GEIST (Joh 4, 24) – zwar nicht entdeckt -, aber als BEGRIFF (Logos, Joh 1) im Geist (Denken) erforscht.

Der Geist ist uns unmittelbar (nicht „gegeben”!). Das ist Ur-Erfahrung eines jeden Ich. Was in dieser Erfahrung liegt, hat Hegel im Denken gezeigt und damit die Antwort auf die Frage gegeben: „Was ist der Geist?”. Die Antwort ist das WISSEN, das Gott mit der Deutschen Idealistischen Philosophie von sich erlangt hat. Und GOTT i s t , was er von sich weiß.

Um einen Eindruck zu vermitteln, was den erwartet, der sich auf
d i e s e n Gott einläßt, füge ich im Anhang die Inhaltsübersicht bei, die Hegel seinem Werk gegeben hat.

Auch, wer sich auf diesen Gott nicht einläßt, hat Religion; aber eine Religion der Ohnmacht Gottes, der ohnmächtig deshalb ist, weil er sich vom VERSTAND, dem jüdischen Prinzip der Trennung von Gott und Mensch, noch nicht befreit hat. Frei ist der Geist nur in der ihm eigentümlichen Form, dem DENKEN. So ist der Geist selbst der „Hervorbringer seiner Freiheit”.

Sie selbst haben diese Ohnmacht erfahren, indem Ihnen der Gedanke der Trinität Gottes verschlossen geblieben ist, wenn es zutrifft, was als Zitat Ihnen im „Sonntagsblatt” zugeschrieben ist, nämlich, daß der „hanebüchenen Trinitätslehre – dem einzigen Punkt, wo ich mit dem Islam übereinstimme”, die Überzeugungskraft mangele.

Wie geht das mit Ihrem Bekenntnis zusammen, daß die „mutwillige Trennung von Schöpfer und Schöpfung”, Ihnen als „die Ursünde aller ‚Theologie’ (erscheine)”?

Die „Trinitätslehre” ist ein bildhafter Ausdruck der abstraktesten „Definition” Gottes: Der „Identität von Identität und Nichtidentität” (Hegel W5, 74). Mit ihr ist die Trennung aufgehoben.

Die gesuchte Instanz, die unser subjektives Tun – das Denken – richtet, ist das, was im Johannesevangelium „Geist” genannt ist (Joh 4,24).

Ihre pietistische Prägung ist mit dem GEIST „aneinandergeraten”. Das Ereignis hat Sie als Totalschaden zurückgelassen. Diesen hat Hegel in seiner „Phänomenologie des Geistes” analysiert (W3,560).

Ich will versuchen, Ihnen diese Stelle aufzuschließen.

Markus Springer porträtiert Sie im „Sonntagsblatt” unter anderem wie folgt:

C. ist in Großhabersdorf bei Fürth auf einem Bauernhof aufgewachsen, in einer ‚stramm protestantischen Familie’, wie er sagt, der Vater im Kirchenvorstand und im Posaunenchor, weil das halt dazugehörte auf dem Dorf. CVJM und evangelische Jugendarbeit haben ihn dann zum Theologiestudium geführt, in Erlangen und Neuendettelsau. Musik war immer wichtig, vor allem aber  d a s   l e i d e n s c h a f t l i c h e   M o m e n t  in der pietistischen Frömmigkeit. Auch deren Entschiedenheit gegenüber lauen Halbherzigkeiten hat ein kritisches Potenzial, mit dem sich bestehende Verhältnisse infrage stellen lassen.”

So verortet ist Ihr Einsatz für PEGIDA konsequent. Ihr Hadern mit dem Trinitäts-Dogma kündigt einen Durchbruch an. Mal sehen, ob er gelingt.

Jesus hatte ja die Gemeinde als seinen realweltlichen Leib bestimmt. Hegel:

Das Bewußtsein der Gemeinde … hat ihn (den Geist) zu seiner
S u b s t a n z , ebenso als er ihre  G e w i s s h e i t  des eigenen Geistes ist” (Hegel W3, 558).

In der Gemeinde Christi wird die Substanz zum S u b j e k t .

Hegel leistet sich hier eine grundsätzliche Kritik der Kirche als solcher ohne dies für Aussenstehende deutlich werden zu lassen. Der Zeitgeist ließ diese noch nicht zu öffentlicher Erörterung zu.

Ausgangspunkt ist das Verschwinden Jesu als Verschwinden des unmittelbaren Bewußtseins, das ihn sinnlich sah und hörte, das „diesen gegenständlichen Einzelnen, nicht aber sich selbst als Geist weiß” (W3, 556).

Was geschieht?

In dem Verschwinden des unmittelbaren Daseins des als Absoluten Wesens Gewußten erhält das Unmittelbare sein negatives Moment; der Geist bleibt unmittelbares Selbst der Wirklichkeit, aber als  d a s  a l l g e m e i n e   S e l b s t b e w u ß t s e i n   der Gemeine, das in seiner eigenen Substanz ruht, so wie diese in ihm allgemeines Subjekt ist; nicht der Einzelne für sich, sondern zusammen mit dem Bewußtsein der Gemeine, und das, was er für diese ist, ist das vollständige Ganze desselben” (a.a.O.)

Und jetzt – wie man so schön sagt – kommt es ganz dicke.

Was er (der Geist Jesu) für diese (die Gemeine) ist”, ist das Wirkliche. Das ist der Schlüssel für die Enträtselung der Kirchengeschichte. Hegel stößt hier zum Wesentlichen vor:

V e r g a n g e n h e i t und E n t f e r n u n g sind aber nur die unvollkommene Form, wie die unmittelbare Weise vermittelt oder allgemein gesetzt ist; diese ist nur oberflächlich in das Element des Denkens getaucht, ist a l s sinnliche Weise darin aufbewahrt und mit der Natur des Denkens selbst nicht in eins gesetzt. Es ist nur in das
V o r s t e l l e n  erhoben, denn dieses ist die synthetische Verbindung der sinnlichen Unmittelbarkeit und ihrer Allgemeinheit oder des Denkens” (a.a.O.).

Hier legt Hegel den Finger in die Wunde, die sich mit der „Aufklärung” entzündet hat und als „Moderne” dem christlichen Abendland den Garaus gemacht hat.

Hegel fährt fort:

Diese F o r m  d e s  V o r s t e l l e n s  macht die Bestimmtheit aus, in welcher der Geist in dieser seiner Gemeine seiner bewußt wird” (a.a.O).

Man kann Hegels Werk als eine einzige Darstellung der OHNMACHT des
V o r s t e l l e n s lesen. Verohnmächtigt ist der Geist Jesu und damit die Welt der gegenwärtigen Apokalypse vollständig gedeutet.

Weiter bei Hegel:

Sie (die Form des Vorstellens) ist noch nicht das zu seinem Begriffe als Begriffe gediehene Selbstbewußtsein desselben; die Vermittlung ist noch unvollendet. Es ist also in dieser Verbindung des Seins und des Denkens der Mangel vorhanden, daß das geistige Wesen noch mit einer unversöhnten Entzweiung in ein Diesseits und Jenseits behaftet ist” (a.a.O).

Das ist nun nichts weniger als der Hinweis, daß die Dogmatik der christlichen Kirchen in der Sackgasse des Judaismus, dem Prinzip der Trennung von Mensch und Gott, gelandet ist. Der Kampf der katholischen Kirche gegen die Deutschen Mystiker ist in dieser Perspektive als Hilfsdienst für Jahwe zu deuten.

Der Pietismus suchte wieder die Nähe zu den Mystikern. Vielleicht ist es dieses Moment, das Sie umtreibt. Vielleicht gelingt es Hegel, die Jesuaner Ihres Schlages wieder mit Christus zu versöhnen, denn

Der I n h a l t ist der Wahre, aber alle seine Momente haben, in dem Elemente des Vorstellens gesetzt, den Charakter, nicht begriffen zu sein, sondern als vollkommen selbständige Seiten zu erscheinen, die sich ä u ß e r l i c h aufeinander beziehen” (a.a.O.).

Quasi ins Stammbuch der Deutschen, die ihr Volk lieben, schrieb er an dieser Stelle:

Daß der wahre Inhalt auch seine wahre Form für das Bewußtsein erhalte, dazu ist die höhere Bildung des letzteren notwendig, seine Anschauung der absoluten Substanz in den Begriff zu erheben und
f ü r   e s   s e l b s t   sein Bewußtsein mit seinem Selbstbewußtsein auszugleichen, wie dies für uns oder  a n  s i c h  geschehen ist” (a.a.O.).

Sich in dieser Lage als „Jesuaner” zu verstehen, ist der Ritt in eine Sackgasse. Ja, ich bin Christ. Jesus ist nur ein nichtssagender Name. Sein Träger ist wirklich „Erlöser” – Christus. Wovon? Vom Vernichtungswillen des eifersüchtigen Jahwe.

Wo bleibt Ihr Beitrag?

Gott ist, als was er sich weiß. Es folgt, daß die Kirche den von Jesus offenbarten Gott überhaupt noch nicht in sich hat, weil das vorstellende Denken ihn nicht zu fassen vermag.

Sie leiden darunter. Unbewußtes Leiden ist in „leidendes Bewußtsein” zu erheben. Dann setzen Selbstheilungskräfte ein. Hegel macht das Leiden bewußt:

Insofern über die Form des Vorstellens und jener Verhältnisse, die aus dem Natürlichen hergenommen sind, und damit besonders auch darüber hinaus gegangen werden muss, die Momente der Bewegung, die der Geist ist, für isolierte nicht wankende Substanzen oder Subjekte statt für übergehende Momente zu nehmen, ist dies Hinausgehen … für ein Drängen des Begriffes anzusehen; aber indem es nur Instinkt ist, verkennt es sich, verwirft mit der Form auch den Inhalt (das ist es wohl was Ihnen widerfahren ist?/HM) und, was dasselbe ist, setzt ihn zu einer geschichtlichen Vorstellung und einem Erbstücke der Tradition herab; hierin ist das rein Äußerliche des Glaubens nur beibehalten und damit als ein erkenntnisloses Totes; das I n n e r l i c h e desselben aber ist verschwunden, weil dies der Begriff wäre, der sich als Begriff weiß” (Hegel W3, 560).

Gegen den Inhalt zu rebellieren statt die Form zu zerbrechen, die ihn hinter dem Berge hält, heißt sein Leben vergeuden – oder?

Das Vorstehende wäre auch nur „Klage” über die Welt, wie sie i s t. Es kommt aber darauf an, zu erkennen, daß es in der Weltgeschichte
v e r n ü n f t i g  zugeht.

Die Abwendung von der Welt ist die Grundhaltung des
O r i e n t a l e n.  Dieser erlebt seine Welt nicht als Herausforderung, sondern als S t r a f l a g e r.  All sein Trachten ist darauf gerichtet, daraus zu entkommen.

Das Judentum bildet hier den Übergang, indem es wähnt, von seinem Gott auserwählt zu sein, die Welt zu versklaven bzw zu vernichten. Diesem Willen sich mit blindem Gehorsam hinzugeben, ist für die Judenheit die Herausforderung.

Diese ist aber erst abstrakt. Ihr Zweck ist die B e l o h n u n g. Diese schafft keine  W i r k l i c h k e i t.

Erst bei den nordischen Völkern wird die Welt zur konkreten, d.h. inhaltsvollen Herausforderung, die deshalb die Möglichkeit der
G l ü c k s e l i g k e i t  ist, indem die Welt dem Menschen sein göttliches Wesen  a n s c h a u b a r  macht. Religion wird zur
W e l t a n s c h a u u n g.

Erst in diesem Verhältnis wird W e l t Gegenstand der
E r k e n n t n i s. In ihr ist die Wirklichkeit Gottes zu erkennen. Diese aber ist mit dem V e r s t a n d nicht zu fassen. Not ruft die höhere Gestalt des Denkens, die V e r n u n f t , in das Selbstbewußtsein, daß sich als Unterschied zum verständigen Denken e r f ä h r t und in dieser Erfahrung den Geist als E n t w i c k l u n g seiner selbst erfasst.

Sie fragen mich: Wie kommt der Opa in den Säugling?
und
Kann jeder Säugling Opa werden?

Jetzt will er mich veräppeln” – werden Sie im Off sprechen.

Natürlich „veräppele” ich Sie nicht. Ich nehme nur die in Ihren Fragen wirkende Logik „ernst”.

Ihre Frage: „Wie denn ist das Judentum in die Welt gekommen?”
Die Logik: Die Welt ist das Eine; das Judentum das Andere.
Sie fragen nicht: Wie kommt das Denken vom EINEN zum ANDEREN?
Präziser: Wie kommt das Denken zum EINEN?

Im logischen Anfang hat das Denken nur sich: Ich denke, also bin ich.

Hier mache ich eine Pause und warte ab, ob Sie Lust haben, sich auf meine Querulanz einzulassen.

Mit kameradschaftlichen Grüßen

Horst Mahler

Der Hoax des 21. Jahrhunderts – „COVID-19”

Horst Mahler am 27.03.2020

Die Meldung des Tages: Breaking News auf n-tv am 27. März 2020:

In Frankreich ist eine 16-Jährige am Coronavirus gestorben”

Das sagt schon alles. Man hat die Fokussierung des „Corona-Hypes” auf die „Risikogruppen”, die „Alten” und die „Vorgeschädigten”, als Schwäche erkannt. Das Gros der Bevölkerung fühlt keine Angst und bleibt unbekümmert.

Man schaue nach Mexiko. Dort macht sich der Präsident über die Angstpropaganda sogar öffentlich lustig. Er nimmt ein Bad in der Menge, umarmt alles, was um ihn herumsteht.

Den Lügnern droht Gefahr! Den Völkern aber auch. Nur anders.

Um die Hysterie um die „Corona-Epidemie” zu verstehen, sollte man auf die „Protokolle der Weisen von Zion” zurückgreifen. Diese sind quasi das Drehbuch für das gegenwärtige Krisenszenario.

Um Mißverständnissen vorzubeugen:

Wahrscheinlich gibt es dieses neue Grippevirus. Daß dieses als biologische Waffe in einem Labor in Wuhan entwickelt worden ist, bleibt vorerst eine Spekulation. Abwegig erscheint mir dieser Gedanke nicht. Die chinesische Regierung macht inzwischen die USA für den Ausbruch verantwortlich. Donald Trump zeigt auf China. Alles ist möglich, nachdem China einen wichtigen Aspekt seiner Souveränität an “BlackRock” – also auf die Rothschildbande – übertragen hat. Die managt seit etwa 10 Jahren die Billionenschweren Devisenreserven des Riesenreiches. Ihr stehen damit alle Türen offen.

Weder Donald Trump, noch die chinesische Regierung müssen von der Waffenproduktion gewußt haben.

Alle bisher bekannten Grippeviren fordern Jahr für Jahr weltweit Zigtausende Menschenleben – mit signifikanter Häufung in den „Risikogruppen”.

Es ist kein Zynismus – wie man uns glauben macht – die Todesstatistik zu relativieren.

A l l e Menschen müssen sterben; die meisten sterben im hohen Alter.

Krankheiten sind n a t ü r l i c h e Todesursachen, was man daran sieht, daß keine Todesermittlungsverfahren eingeleitet werden, wenn ein Arzt auf dem Totenschein glaubhaft eine Krankheit als Todesursache bescheinigt.

Für die Beurteilung einer Seuche müssen die Todesstatistiken relativiert werden.
Relevant sind nicht die absoluten Zahlen. Von Interesse ist nur die
L e b e n s z e i t v e r k ü r z u n g , wenn diese mit einer endemischen Infektionskrankheit in Verbindung gebracht werden kann.

In hinreichend zivilisierten Ländern stehen die von Versicherungsgesellschaften „Restlebenstabellen” zur Verfügung. Sie ermöglichen es für jedes Lebensalter – getrennt nach Geschlechtern – die wahrscheinliche Restlebenszeit zu ermitteln.

Stirbt ein Männlicher in seinem 84. Lebensjahr am Corona-Virus, ist eine Restlebenserwartung von 6,35 Jahren frustriert, während für einen 20-Jährigen 59,46 Jahre zu Buche schlagen (https://www.statistik.at/Lebenserwartung/).

Jedem Arzt ist diese Relation in so genannten „Triage-Situationen” gegenwärtig, d.h. wenn er von zwei Notfallpatienten nur einen behandeln kann und damit den anderen „zum Tode verurteilt”.

Die gegenwärtige Situation erfordert noch ganz andere Überlegungen.

Führen Seuchen-Bekämpfungsmaßnahmen – wie gegenwärtig – die Gefahr eines Zusammenbruchs des Wirtschaftslebens mit sich, muß der Staat die virtuellen „Hungertoten” und sonstige „letale Kollateralschäden” gegenrechnen. Deshalb ist es absolut
u n z u l ä s s i g, die Verwaltung des Notstandes praktisch in die Hände der Seuchenpolizei zu geben; wie es gegenwärtig geschieht. Ärzte haben einen „Tunnelblick” und das ist auch gut so; aber der Staat darf sich diese Brille vom Robert-Koch-Institut nicht aufsetzen lassen.

Was macht es, daß diese Überlegungen in der gegebenen Lage offensichtlich keine Rolle spielen? Daß die Politikdarsteller fortlaufend von Krieg sprechen (z.Bsp. Emanuel Macron); aber nicht danach handeln?

Dieser Widerspruch überrascht nicht. Dabei ist es egal, ob man die Rothschildbande als „Treiber” oder „Getriebene” wahrnimmt. Sie setzt von jeher auf das Chaos als notwendige Bedingung für die Erringung der unangefochtenen Weltherrschaft. Mit ihrer Medienmacht steuert sie die Angstkampagne.

Was wir heute in den Tagesnachrichten als Lagebeschreibung vorgesetzt bekommen, ist Ausdruck einer illusionären Wahrnehmung der Realität.

Erstaunlicherweise war es der Papst der Katholischen Kirche, Franziskus, der in seinem Sendschreiben „evangelii gaudium” (EG) den Zeiger richtig gesetzt hat zur Erkennung der Wahrheit, wie sie gegenwärtig das Völkerschicksal – weltweit – bestimmt. In Bezug auf das, was allgemein als „Kapitalismus” bezeichnet wird, schreibt er

Diese Wirtschaft tötet.

Die Ausgeschlossenen (Menschen) sind nicht ‚Ausgebeutete’, sondern M
üll, ‚Abfall’”
(siehe Nr 53)

Der Jude Karl Marx hat die tödlichen systemischen Zwänge dieses gesellschaftlichen Interaktionsraumes mit seinem Hauptwerk „Das Kapital” umfassend analysiert zur Fundierung einer Geschichts- und Revolutionstheorie. Diese hat unter maßgeblicher Beteiligung jüdischer Intellektueller zum grausigsten Sozialexperiment aller bisher bekannten Geschichte geführt – und im Resultat sich selbst liquidiert.

Geblieben ist „der stumme Zwang der ökonomischen Verhältnisse” (Karl Marx) mit potenzierten Wirkungsmöglichkeiten, die die liberalistischen Strukturen der „westlichen Verwaltungseinheiten” des Globalkapitals untauglich für den Systemerhalt erweisen. Die resultierende Not des Systems bedingt eine sich stetig kräftigende Erinnerung daran, daß sich mit der Nationalsozialistischen Bewegung im Deutschen Reich ein geschichtsmächtiges Programm zur Überwindung des „Kapitals” gezeigt hatte. Es war bewußt geworden, daß dieses System die Fortsetzung der Sklaverei als Zinsknechtschaft ist.

Die, die es angeht, wissen, daß die Brechung der Zinsknechtschaft und die Überwindung des jüdischen Atheismus der einzig denkbare Weg aus der Systemkrise bzw zur Überwindung des globalen Kapitalismus ist. Dieses Wissen treibt sie zur Verzweiflung und sie verlieren jetzt die Nerven.

Sie brauchen eine tiefgreifende Erschütterung der Strukturen in allen gesellschaftlichen Bereichen, um einen Paradigmenwechsel als Festigung der Gesellschaften auf der Grundlage des Freimaurertums zu ermöglichen. Der Plan für einen Umbruch dieser Größenordnung ist von jüdischen „Sozialwissenschaftlern” vor acht Jahrzehnten entworfen und bereits einmal erfolgreich umgesetzt worden.

Als sich der für das Deutsche Reich katastrophale Verlauf des Deutschen Freiheitskrieges 1939 – 1945 abzeichnete, wurden von jüdischen „Wissenschaftlern” in den USA für die konkrete Durchführung des kulturellen Völkermordes am Deutschen Volk die Pläne geschmiedet, die nach der militärischen Besetzung des Bodens des Deutschen Reiches unter dem Arbeitstitel „re-education” weitgehend erfolgreich realisiert worden sind. Ein Konzentrat des Resultats ist in der Partei „Die Grünen” zu besichtigen.

Wichtige Vorarbeiten hatten die Häuptlinge der „Frankfurter Schule”, die Juden Horkheimer und Adorno, mit dem Grundlagenwerk „Studien zum autoritären Charakter” geleistet.

Ein anderer führender Vertreter des jüdischen Geistes, Kurt LEWIN (1890-1947) setzte dieses satanische Gedankengut in Direktiven zur praktischen Anwendung um:

Man müsse, wenn man den einen oder anderen Aspekt einer Kultur ändern wolle, beachten, daß alle Aspekte einer Kultur miteinander verbunden seien. Um einen Wechsel herbeizuführen, muß das Gleichgewicht der Kräfte, die die soziale Selbstregulierung aufrechterhalten, geändert werden. Nach dem Ersten Weltkrieg hätte man das übersehen und eine unblutige Revolution gemacht, die alsbald den reaktionären Kräften ein Comeback ermöglicht habe. Daher sei die ‚restlose Zerstörung’ der Kräfte, die das alte Gleichgewicht aufrechterhielten, die erste Aufgabe der Umerziehung. Wer M o r d u n d T o t s c h l a g ablehne, weil er ‚Chaos’ vermeiden wolle, der werde die Wiederherstellung des alten Gleichgewichts mitverschulden.

(…)

Der gesamte Umerziehungsprozeß durchlaufe demnach drei Phasen. Erst müsse die ‚fluidity (Flüssigkeit der Verhältnisse) hergestellt werden, die den Wechsel ermögliche.

(…)

r die erste Phase lagen Pläne vor, wie der von James Warburg (dem Anführer eines unentdeckten Staatsstreiches gegen die Souveränität der USA /HM), daß alliierte Truppen einen Ring um Deutschland legen, eine künstliche Inflation in Gang setzen und abwarten sollten, bis durch Mord und Totschlag die ‚Fluidität’ hergestellt sei…” (Nach Caspar von Schrenck-Notzing, Charakterwäsche Die Politik der amerikanischen Umerziehung in Deutschland, Ullstein Verlag, Berlin 1996, S.118 – 143; zitiert in EdW S. 439 f )

Die „Coronakrise” wird aufgebauscht, um mit ihr die für einen Paradigmenwechsel erforderliche „Fluidität” der gesellschaftlichen Verhältnisse herbeizuführen. Der Hauptschauplatz des Katastrophen-Theaters wird wahrscheinlich New York sein.

Die heutigen Nachrichten sind alarmierend.

Seit Tagen bilden sich lange Schlangen vor den Waffengeschäften. Aus Angst vor Plünderungen bewaffnen sich die New Yorker.

Die Arbeitslosenziffer für New York soll heute die 30-Prozent-Marke „geknackt” haben.

Die letzte Meldung des Tages war, daß den Armen in New York das Geld ausgeht und die kostenlose Verteilung von Lebensmitteln auf einen Bruchteil des vorherigen Umfangs geschrumpft sei.

Wann also kommt die Meldung, daß die Straßen von New York von umherschweifenden Plünderern unsicher gemacht werden?

Daß Krieg ist, muss sich darin zeigen, daß von Jetzt auf Gleich eine
Kriegs- W i r t s c h a f t nach Deutschem Vorbild aus dem Zweiten Weltkrieg etabliert wird. Um das Leben der Armen vor dem Hungertod zu bewahren, müssen Lebensmittel-Karten kombiniert mit einer strengen Preiskontrolle eingeführt werden. Statt für die Produktion für militärisches Kriegsgerät müssen unter staatlicher Anleitung vorhandene Produktionsanlagen umgewidmet werden für die Herstellung des benötigten Medizin-Equipments.

Zur Stabilisierung der Nahrungsmittelproduktion und -verteilung sind Dienstverpflichtungen auszusprechen und die benötigte Arbeitskraft „auf die Felder” zu bringen.

Ausgangssperren und Kontaktverbote sind Maßnahmen zur Verhinderung von Volksaufständen. Sie müssen mit Manifestationen der Volksmacht unwirksam gemacht werden.

Es sind Bürgerkomitees zu bilden, die an die Stelle der zusammenbrechenden staatlichen Verwaltung treten.

Der widerliche Kult des „Kampfes um jedes einzelne Leben” ist zu entlarven als das, was er ist: Der Todeshauch des Individualismus.

Mit dem Sinn der Tapferkeit sind von jedem Einzelnen die Opfer zu fordern und zu erbringen, die für die Erhaltung des Lebens des Volkes unvermeidlich sind. Das nämlich ist das Wesen des Krieges.

Der Politik „die Cholera mit der Pest zu bekämpfen” ist der Schlusspunkt zu setzen.

Es ist die Stunde des Bürgers.

DER FEIND IST NICHT COVID-19 – Der Feind ist die Fremdherrschaft der Globalisten.

Horst Mahler

Fortsetzung 2 im theologischen Diskurs

Horst Mahler am 22. März 2020

Fortsetzung 2  (Hier Teil 1)

Wenn wir von jemandem sagen: „Dieser Mensch hat keine Bildung”, so sagen wir etwas über uns aus: Daß w i r Bildung „haben”, der Andere aber nicht.

Das „Bildung-haben” ist R e s u l t a t der „Bildung” im Sinne einer Einwirkung auf das Bewußtsein des Individuums. Bildung-haben gilt als hoher Wert und das Gemeinwesen „läßt es sich etwas kosten”, dieses Gut (Gedankengut) seinen Gliedern angedeihen zu lassen. Dieses Angedeihenlassen erscheint in vielerlei Gestalt, hat aber zum Inhalt nur EINS, daß ich den KERNKONSENS eines Gemeinwesens nenne, ohne den es nicht existiert.

Das Selbstbewußtsein des Kernkonsenses existiert als Institution – in primitiven Gemeinwesen ist es der Häuptling im Verein mit dem „Zauberer”. In der Bundesrepublik Deutschland ist es die Kultusministerkonferenz im Verbund mit dem Bundespräsidenten.

Die Substanz des Kernkonsenses ist eine b e s t i m m t e Weltanschauung (vor der Aufklärung wurde diese Erscheinung „Religion” genannt; der Ausdruck „Weltanschauung” geht wohl auf Kant zurück).

ATHEISMUS ist eine Weltanschauung = Religion als eine m ö g l i c h e Antwort auf die Gottesfrage.

Religions-Freiheit” ist nicht Freiheit, sondern das auf Fremdherrschaft über ein Volk gegründete Unternehmen der Entgeistigung, für das der Ausdruck „Kultureller Völkermord” besser das Wesen der Sache trifft.

Religionsfreiheit als „Grundrecht” ist rechtliche Verneinung (Verbot) der Bildung. Genau das hat der Bundesverfassungsrichter a.D. Prof. Dr. Ernst-Wolfgang
B ö c k e n f ö r d e in einem im Salon der Henkel-Erbin gehaltenen Vortrag zum Ausdruck gebracht.

Unter der Herrschaft des Toleranzgebots sei Erziehung der Jugend unseres Volkes nicht mehr möglich. Die unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen dürften nur als Angebote zur Auswahl durch die Schüler bekannt gemacht werden, denen aber eine Beurteilung des Wahrheitsgehaltes eben deswegen prinzipiell nicht möglich ist. Nur wenn eine bestimmte Religion bzw. Weltanschauung als „die Wahrheit” behauptet werde, könne sich der subjektive Geist daran abarbeiten und ein eigenes Urteil bilden.

Gibt es einen kräftigeren Beweis dafür, daß die Judenheit die Wahrheit der Deutschen Weltanschauung erkannt hat, als mit ihrer hysterischen Jagd auf „rechtes Gedankengut”, die tagtäglich mit medialen Stromstößen in immer wildere Zuckungen versetzt wird?

Sie straft übrigens damit selbst ihre Maxime bezüglich der Toleranz Lügen, indem die Deutsche Weltanschauung im Reigen der Wahl-Angebote nicht erscheint. Bemühungen volkstreuer Kräfte, diese Lücke zu schließen, werden wie Kapitalverbrechen verfolgt.

Ihre den weltanschaulichen Bereich betreffenden Fragen verdienen eine noch umfassendere Erörterung, die Licht auf den Weg geben könnte, auf dem wir verlorene Freiheit wiedergewinnen können.

Ich habe den sehr bestimmten Eindruck, daß in Ihren Überlegungen der Begriff des Lebens und der Entwicklung des Geistes überhaupt keine Rolle spielt.

Woraus schließe ich das?

Sie fragen:

Gibt uns nicht die e i g e n e indo-germanisch-arisch-keltisch-nordische Überlieferung alles an die Hand, um im Bunde mit der daraus entstandenen Deutschen Denktradition bis hin zu Hegel und dann zum Nationalsozialismus alles zu durchdringen, was durchdrungen werden muss, um an die Quellen des Daseins zu gelangen, und aus diesen zu leben?”

Was sagen Sie damit?

Sie setzen eine eigene Denktradition, die Sie von den drei monotheistischen (abrahamitischen) Religionen unterscheiden,
v o r a u s  in der Weise, das letztere auch weggedacht werden könnten ohne daß die „eigene” Denktradition entfiele.

Sie meinen, daß diese „uns alles an die Hand gäbe”, was wir brauchen, um den von Ihnen bestimmten Zweck zu erreichen.

Hier ist das Denken zu einem M i t t e l herabgesetzt und das Leben aus den „Quellen des Daseins” s o l l Z w e c k der Veranstaltung sein.

Abraham”, „Indien”, „Germanien”, „arisch”, „keltisch” und „nordisch” sind nur
N a m e n , denen Sie keinerlei Bedeutung beifügen.

Mit N a m e n können Sie nur „einen Blumentopf gewinnen”, wenn Sie diese in einem Kreis denkender Wesen aussprechen und

    1. diese Wesen mit den Namen eine Bedeutung in ihre Erinnerung rufen können, sowie
    2. Sie und die Adressaten Ihrer Worte mit den Namen dieselben Bedeutungen assoziieren

Ich bin wenig gebildet und vermag mit den von Ihnen genannten Namen keinerlei Erinnerungen abzurufen. Und das Wort „Denktradition” erscheint mir verdächtig.

Mit dem Wort „Denktradition” ist eine Einheit von „Denken” und „Überlieferung”
v o r a u s g e s e t z t . Diese Voraussetzung wird g e s p r e i z t durch die implizite Behauptung, daß es nicht nur eine, sondern mehrere verschiedene Weisen des Denkens

g i b t .

Die vorstehenden Erörterungen sind veranlasst durch den Umstand, daß wir uns über Religion und Weltanschauung austauschen.

Es geht dabei um „den Zweifel” im herausgehobenen Sinne von „Bezweifelung Gottes”. Nichts anderes spielt für uns eine Rolle.

Ausgangspunkt ist ein Satz, der nicht bezweifelt werden kann. Diesen hat René Descartes gefunden: „cogito ergo sum” (Ich d e n k e , also b i n ich). Nach ihm hat Hegel den einfachsten Gedanken gesucht, den Denken in sich hervorbringen kann.

Darüber ist vorstehend das Erforderliche dargelegt worden. Ich habe auch skizziert, daß die Kritik des Denkens zur Erkenntnis zweier u n t e r s c h i e d e n e r  aber  u n t r e n n b a r e r  B e w e g u n g e n  des Denkens, des Systems der „reinen” Gedanken (logischen Bestimmungen), geführt haben, die mit Namen unterscheidbar sind als „Verstand” und „Vernunft”. Die von Ihnen mit dem Wortzeichen „Denken” verbundenen Namen bleiben für mich und wohl auch für andere „bedeutungsleer”. Damit kann man nichts anfangen – oder vielleicht doch?

Diese Leerheit der Sprache ist keine Marotte eines Einzelnen sondern Symptom eines Mißstandes, von dem in besonderer Weise das „nationale Lager” betroffen ist. Mit  N a m e n  befinden wir uns erst im V o r z i m m e r des Denkens, noch nicht im Denken selbst. Um zur Sache zu kommen, bedarf der Name eines Anderen, der Bedeutung. Diese ist ein Gedanke der vorstellenden Intelligenz, in der unausgesprochen l o g i s c h e Formen wirksam sind. In den meisten Fällen ist sich das denkende Subjekt derselben gar nicht bewußt.

Es droht Gefahr!

Vom Vorzimmer gehen drei Türen in den Bereich des Denkens. Zwei davon sind verhangen, alle Hinweise zeigen auf die dritte.

Das ist eine Falle. So sehr das Denken der Weg zu wahrhafter Erkenntnis ist, führt es mehr noch in den Irrtum, der verohnmächtigt.

Bevor man beginnt, „über die Sache” nachzudenken, muß, um den Irrtum zu meiden, über das Denken nachgedacht werden.

Hegel warnte:

Vor Kant hat man bei uns keinen bestimmten Unterschied zwischen Verstand und Vernunft gemacht. Will man aber nicht in das die unterschiedenen Formen des reinen Denkens plumperweise verwischende vulgäre Bewußtsein herabsinken, so muß zwischen Verstand und Vernunft der Unterschied festgesetzt werden, daß für die letztere (die Vernunft) der Gegenstand das An-und-für-sich-Bestimmte, Identität des Inhalts und der Form, des Allgemeinen und des Besonderen ist, für den ersteren (den Verstand) hingegen in die Form und den Inhalt, in das Allgemeine und das Besondere, in ein leeres Ansich und in die von außen an dieses herankommende Bestimmtheit zerfällt, – daß also im verständigen Denken der Inhalt gegen seine Form gleichgültig ist, während er im vernünftigen oder begreifenden Erkennen aus sich selber seine Form hervorbringt. Obgleich aber der Verstand den eben angegebenen Mangel an sich hat, so ist er doch ein notwendiges Moment des vernünftigen Denkens. Seine Tätigkeit besteht überhaupt im Abstrahieren. Trennt er nun das Zufällige vom Wesentlichen ab, so ist er durchaus in seinem Rechte und erscheint als das, was er in Wahrheit sein soll.
(…)
Jedoch kann der Verstand auch umgekehrt einer einseitigen Bestimmung die Form der Allgemeinheit geben und dadurch das Gegenteil des mit dem Sinn für das Wesentliche begabten, gesunden Menschenverstandes werden” (Hegel, Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaft § 467 Zusatz / W10 S.285 f)

Der vorstehend erwähnte Vortrag von Böckenförde ist ein eindrucksvoller Beleg, daß und wie in unseren Tagen der Verstand die Menschheit als ganze und in allen ihren Gliedern in den Abgrund reißt. Er macht nämlich bewußt, daß die allgemein als „universelles Menschenrecht” anerkannte „Religionsfreiheit” – genauer: das „Toleranzgebot” – der Freibrief ist für den universellen kulturellen Völkermord. Der islamische Dschihad ist nur  e i n Symptom des akuten Völkermordgeschehens (vergl. Horst Mahler„Die Welt steht in Flammen – Wo hängt der Feuerlöscher”).

Auch die „Nationale Rechte” ist blind für diesen Zusammenhang und läßt sich – mehr oder weniger unbewußt – für die jüdische Strategie des „Teile und herrsche” instrumentalisieren.

Der Verstand ist nicht fähig, die Dialektik der „Religionsfreiheit” zu begreifen. Als „Grundrecht” ist „Religionsfreiheit” die Einführung des ATHEISMUS als die Zwangsreligion der Moderne – und der GOTTESTOD ist der Tod der Völker.

Für die, die ihr Volk lieben, ist

das 1. Gebot:

Verschaffe Dir Klarheit, daß der Feind vermittels seines Zugriffs auf die Formierung des allgemeinen Bewußtseins alles dafür tut, daß „die unterschiedenen Formen des reinen Denkens (der Logik)” – Verstand und Vernunft – durch Verwischung des Unterschieds auf das vulgäre Bewußtsein herabsinkt, das nicht begreift und die Gemeinheiten Satans für Liebesbeweise hält!

das 2. Gebot:

Spüre in den Honigworten der Politiker das Gift auf, das in sie gemischt ist, um Dein Volk zu töten!

das 3. Gebot:

Eigne Dir, so gut es geht, das Denken an, das Hegel dem Deutschen Volk als den Weg zu wahrer Erkenntnis gezeigt hat!

Denn nur dieses Denken setzt Wahrheit in WISSEN; und erst als WISSEN ist WAHRHEIT auch MACHT.

Fortsetzung folgt

 

Fortsetzung der Antwort an einen Theologen

[Fortsetzung der Antwort auf diesen Beitrag]

 

Sie:

Ein ‚Gott’, der am Menschen endet, ist ein Götze – so haben Sie sinngemäß formuliert. Ausgehend von der ‚Identität von Identität und Nichtidentität’ frage ich dagegen, ob auch ein Nichtvorhandensein die Qualität eines Vorhandenseins besitzt, nur eben in seiner Negierung? Somit wäre dann fatalerweise aber auch wieder ein Götze außerhalb des Menschen plausibel.”

Sie müßten mir schon verraten, wie Sie zu einem „außerhalb des Menschen” kommen.

Diese Gegenfrage muß erlaubt sein, nachdem im 17. Jahrhundert schon René Descartes das „Außen” im methodischen Zweifel endgültig bezwungen hat. Als einzige Gewißheit befand der den Satz „cogito ergo sum”. Damit hat er die „Innenansicht” auf das ICH eröffnet und es stellte sich die Frage: „Kommt der Geist – das ICH – jemals wieder zu einem „Außen”?

Wenn ja: Wie?

Keiner konnte sie zufriedenstellend beantworten. Kant resignierte, indem er behauptete, daß die „Vernunft” – so nannte er noch den Verstand – „das Ding an sich”, die Wahrheit (Gott), nicht erkennen könne.

Erst Hegel konnte die Philosophie aus diesem Dilemma befreien, indem er ihr aristotelisches Fundament – den Satz vom ausgeschlossenen Dritten – zerschlug und das Gegenteil an dessen Stelle setzte:

Der Widerspruch regiert die Wahrheit; Widerspruchsfreiheit die Unwahrheit”
(contradictio est regula veri; non contradictio falsi)

Das Geheimnis der Einheit von Vorhandenheit und Nichtvorhandenheit hatte vor den beiden Genannten der Jude Baruch Espinoza (Benedict Spinoza) mit der wahrhaften Erkenntnis

omnis determinatio est negatio”

gelüftet; den endgültigen “Beweis”, daß er wahr ist, hat erst Hegel mit dem Aufzeigen des Satzes erbracht:

Das reine Sein und das reine Nichts ist dasselbe”

Nach Spinoza ist jegliche Bestimmtheit – „Vorhandenheit” ist eine solche – Verneinung – hier: „Nichtvorhandenheit”.

Aber der von Ihnen an die Wand gemalte Teufel (Götze) „außerhalb des Menschen” läßt sich nicht blicken; denn das Äußere ist Erscheinung des Inneren, keine Konkurrenz für den EINEN GOTT.

Das Gleichnis für die Einsheit des Geistes ist die kosmische Schwerkraft. Deren sinnliches Dasein ist das erst im 20. Jahrhundert entdeckte „Schwarze Loch” – eine Komplexion unendlich vieler „Schwarzer Löcher”. Ihnen entkommt nichts Sinnliches, auch das Licht nicht. Das Gegenprinzip ist die als Ausdehnung daseiende Abstoßung.

Das „Schwarze Loch” „verdampft”, d.h. es ist an sich selbst das Gegenteil seiner selbst. Oppenheimer, der Konstrukteur der Atombomben, ist darauf aufmerksam geworden. Er formulierte seine Entdeckung mit dem Satz „Das Schwarze Loch hat Haare” – und wurde dafür von den US-Amerikanischen Frauenvereinen geächtet.

Ich komme auf Ihre Frage zurück:

Die Frage lebt von der Voraussetzung, daß GOTT „in Dingen” seiend gedacht werden kann.

DING” ist eine logische Bestimmung. Logische Bestimmungen sind in sich bewegte und bewegende G e d a n k e n .

Das GANZE (System) der logischen Gedanken ist der BEGRIFF = WAHRHEIT = DAS ABSOLUTE = GOTT

Die WAHRHEIT kommt zu sich im WISSEN (ICH als d e n k e n d e s Bewußtsein). Dieses WISSEN ist GOTT als IDEE, d.h. als WIRKLICHKEIT, die dem Begriff gemäß ist.

Die Vollkommenheit Gottes ist sein Wissen von sich, das er durch sein Tun erlangt. Dieses ist Denken. Denken ist Bewegung in sich selbst, d.h. unmittelbare Einsheit von Sein und Nichts (Werden). Es ist nichts denkbar, das nicht Gedanke ist.

Sie unterstellen mir den Satz:

Ein ‚Gott’, der am Menschen endet, ist ein Götze”;

–  nun, ganz so arg habe ich es nicht getrieben. Ich habe lediglich gezeigt, daß Jahwe sich nicht als unendlich weiß, indem er sich als erhaben, d.h. vom Menschen und aller Sinnlichkeit
g e t r e n n t   w ä h n t .

Die Unschaubarkeit („Du sollst dir kein Bild machen!” (2.Mose 20) ist ein einseitiges Wissen Gottes von sich, über das er hinausgetrieben wird mit der Erkenntnis, daß die sinnliche Welt ihm nicht vorgesetzt ist, sondern von ihm erzeugt ist als sein Sohn, den er liebt.

Diese Gestalt des Selbstbewußtseins Gottes – das Christliche – erträgt den Widerspruch von Geist und Sinnlichkeit, „weil dieser keine Bestimmung in sich hat, die er nicht als eine von ihm gesetzte und folglich als eine solche wüßte, die er auch wieder aufheben kann (Hegel, W 10,27).

Die Dinge sind in Gott als Momente seines Erscheinens geborgen. Ihre Frage suggeriert das umgekehrte Verhältnis; daß Gott sich „in den Dingen” verbirgt.

Es wird sich in unserem Gespräch entscheiden, ob Sie Lutheraner dem Begriffe nach sind oder – mit Verlaub – ein „Spinner”. Martin Luther befreite die Menschheit, indem er die Gotteserkenntnis dem Denken als solchem anvertraute. Als Sohn seiner Zeit war es ihm aber nicht gegeben, sich dem Denken gegenüber kritisch zu verhalten. René Descartes war ihm noch nicht erschienen.

Wer – wie Luther – dem Denken vertraut, dem kann ich, wenn er das will, im Denken Gott zeigen. Da braucht mir niemand zu glauben, nur hassen sollte er mich nicht – Hass blockiert das Denken.

Am Anfang ist das Denken – nicht das Gehirn – durch sich selbst zu „waschen”, um es zur Reinheit zu bringen, in der GOTT – wie sonst nirgends – vollkommen zu sich kommt. René Descartes hat herausgefunden, daß Denken „das Außen” bezweifeln kann. Das war der erste Schritt hin zur „Kritischen Philosophie”, die mit dem Deutschen Idealismus erblühte.

Mit dem ungereinigten Denken, dem „Alltagsverstand”, ist das christliche Abendland in die vom Judentum aufgestellten Fallen getappt, in denen der Christengott verendet ist.

Sie scheinen mir andeuten zu wollen, daß Sie sich gern auf den Deckel seines Sarges setzen würden, damit dieser geschlossen bleibt? Jedenfalls empfinden Sie das Dogma als skandalös, daß Jesus mit dem Tod am Kreuz die Welt erlöst habe. Doch ist diese Symbolik der Schlüssel, der uns das Tor in die Freiheit öffnen wird. Mit dem Kreuz ist der mosaische Trennungsstrich zwischen Gott und Mensch weggenommen. Wie das geht, habe ich in einem „Offenen Brief” an den RABBINER N u s s b a u m gezeigt.

Das durch Hegel zur Vernunftlogik gereinigte Denken wird die Fangeisen lösen, die die Menschheit in die Gegengeschichte bannen, die gerade in diesen Tagen eine kritische Wende nimmt.

Ihre Frage:

Was aber ist von einem ‚Christus’ zu halten, der in dem Selbsterkenntnisprozess des Götzen Jahwe dieselbe Rolle spielt, die einst Isaak als Blutopfer zugedacht war?”

habe ich nicht verstanden. Können Sie mir da aufhelfen?

Mit allerlei Fragen führen Sie einen Rundumschlag gegen die abrahamitischen Religionen und kommen schließlich bei der Frage an

Brauchen wir diese drei wirklich – oder auch nur eine davon – um der Göttlichkeit des Seins auf die Spur zu kommen?”

Ich finde, wir brauchen keine einzige Religion, denn wir  h a b e n  schon
e i n e , ob uns das gefällt oder nicht.

Was ist „Religion”? Religion ist das Wissen der Völker von ihrem Verhältnis zu ihrem „Höheren Wesen”, das sie selbst s i n d . Dieses Wissen spiegelt sich wider in der Antwort auf Nietzsches Frage „Wozu Mensch überhaupt?”

Zwar kann sich jeder einbilden, daß er „seine eigene Religion” habe; aber er irrt sich über sich selbst.

Vom Einzelwesen unbeeinflussbar wird jedem Menschen, wenn er von „menschlichem Wesen” ist, seine sittliche Substanz aufgeprägt von seiner Familie, in die er hineingeboren ist sowie von dem Gemeinwesen, in dem diese Familie ihre Existenz führt.

Der Prägevorgang ist wesentlich das, was „Bildung” genannt wird. Hegel faßt diesen wie folgt:

Was in Beziehung auf das einzelne Individuum als seine Bildung erscheint, ist das wesentliche Moment der Substanz selbst, nämlich das unmittelbare Übergehen ihrer gedachten Allgemeinheit in die Wirklichkeit, oder die einfache Seele derselben, wodurch das Ansich Anerkanntes und Dasein ist. Die Bewegung der sich bildenden Individualität ist daher unmittelbar das Werden derselben als des allgemeinen gegenständlichen Wesens, d.h. das Werden der wirklichen Welt. Diese, obwohl geworden durch die Individualität, ist für das Selbstbewußtsein ein unmittelbar Entfremdetes und hat für es die Form unverrückter Wirklichkeit. Aber gewiß zugleich, daß sie seine Substanz ist, geht es, sich derselben zu bemächtigen; es erlangt diese Macht über sie durch die Bildung, welche von dieser Seite so erscheint, daß es sich der Wirklichkeit gemäß macht und so viel, als die Energie des ursprünglichen Charakters und Talents ihm zuläßt. Was hier als die Gewalt des Individuums erscheint, unter welche die Substanz komme und hiermit aufgehoben werde, ist dasselbe, was die Verwirklichung der letzteren ist. Denn die Macht des Individuums besteht darin, daß es sich ihr gemäß macht, d.h. daß es sich seines Selbsts entäußert, also sich als die gegenständliche seiende Substanz setzt. Seine Bildung und seine eigene Wirklichkeit ist daher die Verwirklichung der Substanz selbst” (Hegel, „Phänomenologie des Geistes” W3, 365).

Wir  b r a u c h e n  keine Religion; wir brauchen keinen GOTT – Gott braucht
u n s . Uns hat er deshalb in seiner Gewalt und  f r e i  sind wir nur insoweit, wie wir Gott zur Freiheit verhelfen durch Erkenntnis seiner Person.

 

Fortsetzung folgt

Gedanken und Fragen eines Theologen zu “Das Ende der Wanderschaft” – und Antwort von Horst

08.03.2020

Sehr geehrter Herr Mahler,

ich geb’s zu: Ich bin spät dran – doch erst im 64. Lebensjahre stehend, gelange ich an den Punkt, mir jüngst „Das Ende der Wanderschaft” in der Hörbuchversion – nebenliegend das Buch – einzuverleiben. Einige Gedanken und Fragen dazu möchte ich an Sie richten, ohne Sie darin mit tiefschürfenden eigenen Ergüssen behelligen zu wollen.

Als Ursünde aller „Theologie“ ist mir schon immer die mutwillige Trennung von Schöpfer und Schöpfung erschienen. Nur durch die so entstehende Lücke konnte doch all das Verderbliche seine Wucherungsstränge in die Geschichte ziehen, die die Welt nun so „gottlos“ haben werden lassen. Drei Fragen stellen sich mir dennoch bei der Vorgabe:

Gott = Schöpfung = ICH“

Wenn „Gott“ alles Kreatürliche, alles Geschaffene, alles Denkbare und Spürbare ist und darin im Sinne eines Pantheismus aufgeht – wird „er“ dann nicht – wie bei einer mathematischen Gleichung oder einem Bruch als gleicher Faktor und Zähler und Nenner – verlustfrei aus dem Ganzen herauskürzbar und somit überflüssig?

Und: Wenn „Gott” ICH ist, kann „Gott” dann auch in Dingen oder Wesen sein, die kein ICH-Bewußtsein besitzen? Oder wäre ICH am Ende die Bedingung, an der Gott sein Sein zu erweisen hat?
Schließlich: Ein „Gott“, der am Menschen endet, ist ein Götze, so haben Sie sinngemäß formuliert.

Ausgehend von der „Identität von Identität und Nichtidentität“ frage ich dagegen, ob auch ein Nichtvorhandensein die Qualität eines Vorhandenseins besitzt, nur eben in seiner Negierung? Somit wäre dann fatalerweise auch wieder ein Götze außerhalb des Menschen plausibel.

Eindrucksvoll und für mich neu haben Sie die weite geographische Streuung des Judentums schon in antiker Zeit dargestellt.

Meine Frage: Läßt sich historisch verifizierbar denn eine vorjudäische Kulturepoche überhaupt ausmachen? Wo sollte man da suchen? Im ägyptischen Bereich womöglich? Mit anderen Worten: Wie denn ist das Judentum in die Welt gekommen? Ist es eine schlichte Erfindung von Moses?

Sie schreiben vom „Juden in uns”. Wie gelangt dieser dorthin? Geht es um Indoktrinierung durch mosaische Glaubenssätze oder geht es um eine Anlage im Menschen an sich; ist also jeder Mensch potentiell auch Jude?

Umgekehrt: Wie ist es mit dem Menschen im Juden? „Durch Beschneidung wird der Hebräer zum Juden”, formulierten Sie im jetzt veröffentlichten „zweiten Offenen Brief…“ Verstehe ich Sie also richtig: Es braucht die Erlösung der Judenheit vom Judentum, damit die Judenheit ein Teil der Menschheit wird? Ist dasselbe dann auch jedem einzelnen Individuum aus der Judenheit persönlich möglich?

Zum Schluss: Sind Sie denn Christ (geworden)? Mit Bibelstellen jonglieren Sie jedenfalls genauso elegant und treffsicher wie mit Paragraphen. Mit Recht benennen Sie Paulus als Begründer der „christlichen Theologie“. So erklärt nun also ein Jude der nicht-jüdischen Welt den Juden Jesus, den sie „den Christus“ nennen? Was aber ist von einem „Christus“ zu halten, der in den Selbsterkenntnis-Prozess des Götzen Jahwe dieselbe Rolle spielt, die einst Isaak als Blutopfer zugedacht war? Was ist von einem gottgewordenen Götzen zu halten, der auf dieselbe schauerliche Art und Weise durch die Marter Jesu „Erlösung“ schafft, wie er vorab sich sein erwähltes Volk mit Blut zur Geisel genommen hat?

Ist es nicht so: Wer die Heiligkeit der Schöpfung ernst nimmt, braucht hierfür keinen Erlöser mehr! All meinen eigenen Studien zufolge – ich bin selbst Theologe und war bis 1998 Pfarrer der evangelisch-luth. Kirche in Bayern, bevor man mir dann nahegelegt hat, aus dem Dienst zu scheiden, um ein Lehrzuchtverfahren zu vermeiden – Hat Jesus niemals beansprucht, der Christus zu sein; dies ist eine Erfindung von Paulus, um mit diesem neuen religiösen Produkt den hellenistischen Markt zu beglücken und das Judentum inkognito dorthin zu exportieren („Christentum ist Judentum für Nichtjuden“, Benjamin Disraeli). Auch die dritte monotheistische Religion – den Islam – sehe ich hier im Bunde. Diese drei seien wie die drei Stufen einer Drei-stufigen Rakete, hat Bernhard Schaub einmal gesagt.

Also: Brauchen wir diese Drei wirklich – oder auch nur eine davon, um der Göttlichkeit des Seins auf die Spur zu kommen?

Und brauchen wir die jüdischen Narrative und ihre Protagonisten, um uns in deren Spiegelbild – und sei es das „Gute“ – erkennen zu können?

Muß ich zwingend Esau sein, nur weil Jakob Jakob ist?

Gibt uns nicht die eigene indogermanisch-arisch-keltisch-nordische Überlieferung alles an die Hand, um im Bunde mit der daraus entstandenen Deutschen Denktradition bis hin zu Hegel und dann zum Nationalsozialismus alles zu durchdringen, was durchdrungen werden muss, um an die Quellen des Daseins zu gelangen und aus diesen zu leben?

Ich weiß, meine Fragen sind weder vollständig noch inhaltlich vollends koordiniert. Sie sind schlicht ein erster Versuch, an Ihren Erkenntnissen teilzuhaben. Ich halte „Das Ende der Wanderschaft” für einen denkerischen Meilenstein und danke Ihnen sehr für die Ausformulierung dieser Gedanken. Das Wandern darin ist allerdings wie ein Marathonlauf auf den Mount Everest…

Seien Sie sich jedoch versichert: All das fällt auf fruchtbareren Boden, als es sich aus der Zelle heraus womöglich anfühlt.

Ob Sie mir antworten können oder wollen, weiß ich nicht – noch nicht einmal, ob Sie dieses Schreiben überhaupt erhalten.

In jedem Falle aber wünsche ich Ihnen bleibende geistige Regsamkeit, den eisernen Willen haben Sie ohnehin längst bewiesen.

Mit achtungsvollen, kameradschaftlichen Grüßen

Brief und Antwort als PDF

*****

 

Horst Mahler am 17. März 2020

Sehr geehrter Herr C.,
(als PDF weiterlesen)

herzlichen Dank für Ihren Brief vom 8. des Monats, den ich heute erhalten habe.

Vorab verweise ich auf den jüngst erschienen Text, der als Reaktion
auf zwei Reden von Donald Trump erschienen ist
(https://wir-sind-horst.de/2020/03/08/trumps-heilsgeschichtlicher-kampf/).
Sie finden dort auf den Seiten 38-44 des PDF die Ausführungen zu Hegels Logik, auf die ich mich bei der Beantwortung beziehen werde.

GOTT ist in logischer Sprache „DER ABSOLUTE”, der, der von nichts abhängt, das er nicht selbst ist. So ist er f r e i .

“Gottlos” ist die Welt nur in der Hinsicht, daß wir IHN nicht e r k e n n e n . Das wird sich durch Philosophie jetzt ändern. Ich beziehe mich dabei auf die Ihnen bereits nahegelegte Stelle im Text zu den Trump-Reden.

Wie Leukipp suchen Sie das Übel in den „Poren” der Welt, indem Sie schreiben

Nur durch die so entstehende Lücke (Sie meinen die Trennung von Gott und Mensch) konnte doch all das Verderbliche seine Wucherungsstränge in die Geschichte ziehen, die die Welt nun so ‚gottlos’ haben werden lassen”.

Sie beißen sich hier die Zähne an einem Rätsel aus, das den „philosophus teutonicus”, Jakob Böhme, umtrieb, und das er – noch befangen in der Sprache der Deutschen Mystiker – für alle Zeiten nach ihm gelöst hat: Das Leben Gottes selbst kann nicht gedacht werden, ohne das Böse als Moment desselben zu b e g r e i f e n .
Am „Widerwärtigen” erst erfährt Gott, was er nicht will und nicht ist, d.h. daß er „Guter Wille” ist.

Diese Erkenntnis ist der Ausgangspunkt der Deutschen Idealistischen Philosophie, die Hegel in l o g i s c h e r Begrifflichkeit zur Vollendung gebracht hat.

GOTT erschafft die Welt nicht zu unserer Erbauung. Er bringt sie aus sich hervor als seine Erscheinung, in und an der er sich selbst erkennt – und der MENSCH ist sein (Selbst-)Bewußtsein sowie sein Erinnerungsspeicher.

Das Leid der Welt tut er nicht einem ANDEREN an. Es ist vielmehr s e i n Geburtsschmerz. GOTT fühlt sich DURCH den und i m MENSCHEN.

Für eine m o r a l i s c h e Be-und Verurteilung „der Welt” ist da kein Raum. Wer wollte GOTT auf die Anklagebank setzen? Er ist wie er ist und er ist, wie er sich weiß. Als  B e w e g u n g  gibt er sich Mose zu erkennen

Ich werde sein, der ich sein werde” (2 Mose 3,14).

Jahwe ist das Wissen der Hebräer von Gott. Die Christenheit hat ein anderes Wissen von Gott. Die Substanz des Wissens ist GOTT ÜBERHAUPT. Erst im r e i n e n D e n k e n – in der Vernunftlogik – ist Gott ganz bei sich im D e n k e n , der ALLMÄCHTIGE.

PANTHEISMUS ist ATHEISMUS, in dem er GOTT nicht fasst als das EINE (pulsierende) SEIN, das sich zu einem O r g a n i s m u s ur- t e i l t und aus der Teilung u n m i t t e l b a r in den nun konkreten EINEN zurückfindet.

Der Pantheismus verblutet in der Vorhandenheit, dem SEIN ohne WOHER? und ohne WOHIN?, d.h. ohne NOTWENDIGKEIT.

Sie pochen auf „alles Kreatürliche, alles Geschaffene, alles Denkbare und Spürbare” – alles „Hohlheiten des ENDLICHEN”, denen die Seele, das „wahrhaft Unendliche”, entwichen ist. Hier ist Nützliches auf den Seiten 236-261 / PDF 129-147 in meinem Buch „Das Ende der Wanderschaft” nachzulesen. Wie Hegels diesbezügliche Ausführungen auf mich gewirkt haben, ist mit der „biographischen Notiz” (a.a.O. S. 244 / PDF S.136) gesagt.

Ob etwas überflüssig ist oder nicht, ist die Beurteilung eines Verhältnisses Unterschiedener, die für sich bestehen. Sie setzen also etwas voraus – nämlich, daß ein Äußerliches, d.h. ein nicht
n o t w e n d i g e s Verhalten in Rede steht.

Wir stehen damit an der Wegscheide von Idealismus und Materialismus. Der Materialismus geht von der Vorfindlichkeit des Kosmos aus. Der Idealismus begreift den Kosmos als die E r s c h e i n u n g eines
I n n e r e n , wie immer man dieses nennen will.

In der Nachfolge von René Descartes sind Hegel und Einstein (ein Jude!) Idealisten: Sie bezweifeln alles, um herauszufinden, was das Denken nicht in Zweifel ziehen kann.

Für Einstein kam die Erleuchtung mit der Wahrnehmung des „Doppler-Effekts”; für Hegel mit der Frage, welcher Gedanke der einfachste ist, den das Denken in sich finden kann.

Einstein wurde sich klar darüber, daß die Wahrnehmung von der relativen Geschwindigkeit abhängt, mit der der Wahrnehmende zum Wahrgenommenen in Beziehung steht.

Die Versuchsanordnung zur Verifizierung dieser These ist
d e n k b a r  e i n f a c h : Sie stehen mit rechtwinkliger Blickrichtung an einem gerade verlaufenden Gleis. Sie hören das Geräusch eines herannahenden Zuges. Pegel und Tonfrequenz steigen kontinuierlich an, bis der Zug mit Ihnen auf gleicher Höhe ist. Danach fallen diese Parameter schlagartig ab. – Die Physiker nennen dieses Phänomen „Zeitdilatation”.

Hegel bedurfte keiner (äußeren) Versuchsanordnung, ihm genügte sein Denken. Den Verlauf seiner Analyse stellte er mit „Die Lehre vom Sein” im ersten Buch seiner „Wissenschaft der Logik” dar. Als nicht mehr bezweifelbaren Satz hatte er die Erkenntnis gewonnen, daß das reine Sein und das reine Nichts dasselbe ist und folgerte daraus:

Was die Wahrheit ist, ist weder das Sein noch das Nichts, sondern, daß das Sein im Nichts und das Nichts im Sein – nicht übergeht – sondern übergegangen ist. Aber eben so sehr ist die Wahrheit nicht ihre Ununterschiedenheit, sondern, daß sie n i c h t  d a s s e l b e , daß sie a b s o l u t  u n t e r s c h i e d e n , aber ebenso ungetrennt und untrennbar sind und unmittelbar
j e d e s  i n  s e i n e m  G e g e n t e i l  v e r s c h w i n d e t. Ihre Wahrheit ist also diese B e w e g u n g des unmittelbaren Verschwindens des einen in dem Anderen: das W e r d e n ; eine Bewegung, worin beide unterschieden sind, aber durch einen Unterschied, der sich ebenso unmittelbar aufgelöst hat” (W5,83).

Es haben sich ganze Schwärme von „Philosophen” daran versucht, diese Sätze als „unwahr” zu erweisen, zuletzt auch Martin Heidegger („Sein und Zeit”), der 1956 in seiner zweiten Schrift zur Metaphysik eingestehen mußte, daß ihm das nicht gelungen sei (aus der Erinnerung nach Wilhelm Weischedel „Der Gott der Philosophen”). Jean-Paul Sartre ist es ebenso ergangen. Kurz vor seinem Ableben gestand er seinem Sekretär, daß er sein Werk „Die negative Dialektik” für einen Irrtum halte.

ICH ist das Selbst-Bewußtsein Gottes. Dabei ist ICH Allgemeinheit, die notwendig ur-geteilt in einer Komplexion unendlich vieler Iche da ist. Hier hilft die Analyse des Begriffs „Punkt”. Wir stellen uns einen singulären Punkt in Raum oder Zeit vor; einfaches Hier und Jetzt.

Der RAUMPUNKT – hier groß geschrieben – ist als Aufhören des Raums (Negation des Raumes) selbst räumlich. Als Raum hat er ein Oben, ein Unten, ein Hinten, ein Vorn. Jede dieser Bestimmtheiten ist Dasein im Raum – selbst Punkt. Auch dieser hat ein Oben, Unten, Vorn, Hinten usw. Alles, was wir im denkenden Bewußtsein haben, kommt als G e d a n k e an uns. Ist der Gedanke uns noch nicht durch unser eigenes Denken
v e r m i t t e l t – also nur  u n m i t t e l b a r auf – und angenommen – , ist er nur eine Meinung, so wie der „singuläre Punkt”. Diese Meinung hat sich als unwahr erwiesen: Der Punkt ist nicht singulär, sondern eine unendliche Komplexion und als solche Allgemeines = Gedanke.

Es waren die Schüler des Heraklit, die nach der Überlieferung als Erste diese Idealisierung der Realität bemerkt haben. Sie belehrten ihren Meister darüber, daß er nicht nur nicht zweimal in den selben Fluss steigen könne, sondern auch nicht – wie er vorausgesetzt hatte – einmal; denn „der Fluss” ist nur als G e d a n k e . Und in den kann man nicht steigen.

Vor ein paar Tagen lief im Fernsehen eine Dokumentation über Albert Einstein. Dieser hat bekanntlich eine Fülle von Forschungen angestoßen, die darauf ausgerichtet waren, die Relativitätstheorien (die besondere und die allgemeine) zu falsifizieren. Diese Forschungen führten zu den glänzendsten Erfolgen, die Einstein bestätigten. Stephen Hawking krönte diese Forschung mit der „Ur-Knall-Theorie”, die nicht nur Einstein bestätigt, sondern die Physik zum „Kronzeugen” für den Hegel’schen BEGRIFF macht.

In der Dokumentation kam ein Physiker zu Wort, der den Ausdruck „intuitätsfremd” in Bezug auf die Entdeckungen der Astro-Physiker verwendete – und damit „den Nagel auf den Kopf traf”.

Hegel hatte im reinen Denken gezeigt, daß GOTT, der Begriff, sich nicht in Raum und Zeit erscheint, sondern diese Naturbestimmtheiten im Denken aus sich hervorbringt. Er bezeichnete die Vernunftlogik als „Gott vor der Erschaffung der Welt” und erkannte in den „parapsychologischen Phänomenen” (Telepathie, Präkognition, Somnambulismus = Schlafwandelei u.a.) „das Sichlosmachen des Geistes von den Schranken des Raumes und der Zeit und von allen endlichen Zusammenhängen“ (Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften, § 379).

Stephen Hawking zeigte, daß Raum und Zeit Momente des „Urknalls” sind und die Frage: „Was war vor dem Urknall?” pure Gedankenlosigkeit ist.

Der „Urknall” ist gegenwärtig und „im Kosmos geht es vernünftig zu”.

Die Physik denkt seit dem 20. Jahrhundert weitgehend „hegelisch”, hält damit aber noch hinter dem Berge, um Jahwe nicht zu reizen; denn der beherrscht zu fast 100 % die Schaltstellen des Wissenschaftsbetriebes.

Da ich nicht weiß, ob Sie Hegels Werke zur Hand haben, lasse ich ihn hier mit einem längeren Zitat (Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften III, § 382 Zusatz, W 10, 26) zu Wort kommen:

Die Substanz des Geistes ist die Freiheit, d. h. das Nichtabhängigsein von einem Anderen, das Sichaufsichselbstbeziehen. Der Geist ist der für sich seiende, sich selbst zum Gegenstand habende verwirklichte Begriff. In dieser in ihm vorhandenen Einheit des Begriffs und der Objektivität besteht zugleich seine Wahrheit und seine Freiheit. Die Wahrheit macht den Geist, wie schon Christus gesagt hat, frei; die Freiheit macht ihn wahr. Die Freiheit des Geistes ist aber nicht bloß eine außerhalb des Anderen, sondern eine im Anderen errungene Unabhängigkeit vom Anderen, kommt nicht durch die Flucht vor dem Anderen, sondern durch dessen Überwindung zur Wirklichkeit. Der Geist kann aus seiner abstrakten für sich seienden Allgemeinheit, aus seiner einfachen Beziehung auf sich heraustreten, einen bestimmten, wirklichen Unter- schied, ein Anderes, als das einfache Ich ist, somit ein Negatives in sich selbst setzen; und diese Beziehung auf das Andere ist dem Geiste nicht bloß möglich, sondern notwendig, weil er durch das Andere und durch Aufhebung desselben dahin kommt, sich als dasjenige zu bewähren und in der Tat dasjenige zu sein, was er seinem Begriffe nach sein soll, nämlich die Idealität des Äußerlichen, die aus ihrem Anderssein in sich zurückkehrende Idee oder abstrakter ausgedrückt, das sich selbst unterscheidende und in seinem Unterschiede bei und für sich seiende Allgemeine. Das Andere, das Negative, der Widerspruch, die Entzweiung gehört also zur Natur des Geistes. In dieser Entzweiung liegt die Möglichkeit des S c h m e r z e s . Der Schmerz ist daher nicht von außen an den Geist gekommen, wie man sich einbildete, wenn man die Frage aufwarf, auf welche Weise der Schmerz in die Welt gekommen sei.
Ebensowenig wie der Schmerz kommt das
B s e , das Negative des an und für sich seienden unendlichen Geistes, von außen an den Geist; es ist im Gegenteil nichts anderes als der sich auf die Spitze seiner Einzelheit stellende Geist. Selbst in dieser seiner höchsten Entzweiung, in diesem Sichlosreißen von der Wurzel seiner an sich seienden sittlichen Natur, in diesem vollsten Widerspruche mit sich selbst, bleibt daher der Geist doch mit sich identisch und daher frei. Das der äußeren Natur Angehörende geht durch den Widerspruch unter; würde z. B. in das Gold eine andere spezifische Schwere gesetzt, als es hat, so müßte es als Gold untergehen. Der Geist aber hat die Kraft, sich im Widerspruche, folglich im Schmerz (sowohl über das Böse wie über das Üble) zu erhalten. Die gewöhnliche Logik irrt daher, indem sie meint, der Geist sei ein den Widerspruch gänzlich von sich Ausschließendes. Alles Bewußtsein enthält vielmehr eine Einheit und eine Getrenntheit, somit einen Widerspruch (…) Der Widerspruch wird aber vom Geiste ertragen, weil dieser keine Bestimmung in sich hat, die er nicht als eine von ihm gesetzte und folglich als eine
solche wüßte, die er auch wieder aufheben kann. Diese Macht über allen in ihm vorhandenen Inhalt bildet die Grundlage der Freiheit des Geistes. In seiner Unmittelbarkeit ist der Geist aber nur an sich, dem Begriffe oder der Möglichkeit nach, noch nicht der Wirklichkeit nach frei; die wirkliche Freiheit ist also nicht etwas unmittelbar im Geiste Seiendes, sondern etwas durch seine Tätigkeit Hervorzubringendes. So als den Hervorbringer seiner Freiheit haben wir in der Wissenschaft den Geist zu betrachten. Die ganze Entwicklung des Begriffs des Geistes stellt nur das Sichfreimachen des Geistes von allen seinem Begriffe nicht entsprechenden Formen seines Daseins dar; eine Befreiung, welche dadurch zustande kommt, daß diese Formen zu einer dem Begriffe des Geistes vollkommen angemessenen Wirklichkeit umgebildet werden”.

A n  s i c h sind damit Ihre weiteren Fragen schon der Kritik unterzogen, die sie vernichtet, weil Sie mit ihnen Voraussetzungen machen, die unhaltbar sind.

Sie fragen:

Wenn ‚Gott’ ICH ist, kann ‚Gott’ dann auch in Dingen oder Wesen sein, die kein ICH-Bewußtsein besitzen? Oder wäre ICH am Ende die Bedingung, an der Gott sein Sein zu erweisen hat?”

Sie setzen voraus, daß ICH-Bewußtsein „besessen” werden kann. Von „Besitz“ kann man sich trennen, vom Bewußtsein aber nicht.

Sie setzen weiterhin voraus, daß es ICH und ANDERES – unterschieden und g e t r e n n t  – „gibt”.

Daß das ein Irrglaube ist, hat Hegel mit seinem Werk gezeigt. Einstein beglaubigt dieses mit seinen physikalischen Theorien.

Im Alltagsleben mag man bei den Wahngebilden des Verstandes verharren. Geht es aber um die Familie, die Person, das Volk, den Staat, die Nation und GOTT ist man vom Satan mit dem Verstand in ein Spiegelkabinett versetzt, in dem wir elend verrecken und als Volk aus der Geschichte ausscheiden.

Unsere wahnhafte Existenz wird nur deshalb nicht  f ü r  u n s , weil wir mit militärischer Gewalt in unsichtbaren Mauern festgehalten sind, in denen jeder der Insassen seinen Mit-Insassen versichert, daß sie allesamt richtig und wahrhaft denken und die Deutschen Philosophen – insbesondere Kant und Hegel – „Spinner” seien; in letzter Konsequenz „Nazis”.

Mit dem Versuch, diesen Augias-Stall auszumisten, haben Reinhold Oberlercher und ich im DEUTSCHEN KOLLEG diese Stigmatisierung bewußt in Kauf genommen.

Wir waren der festen Überzeugung, daß da noch Glut unter der Asche ist, zu der in zwei Weltkriegen das Deutsche Volk verbrannt ist.

Und mir ist diese Überzeugung geblieben, denn:

Der Geist (…) hat die Kraft, sich im Widerspruche, folglich im Schmerz (sowohl über das Böse wie über das Üble) zu erhalten
(…)

Der Widerspruch wird … vom Geist ertragen, weil dieser keine Bestimmung in sich hat, die er nicht als eine von ihm gesetzte und folglich als eine solche wüßte, die er auch wieder aufheben kann. Diese Macht über allen in ihm vorhandenen Inhalt bildet die Grundlage der Freiheit des Geistes” (Hegel; s.o.).

Mit kameradschaftlichen Grüßen

Horst Mahler

… Fortsetzung folgt (schon bald)…