2020/03/26 Gottesbegriffsdialog – Gedanken und Fragen eines Theologen Kapitel 2

Lesen Sie hier “Kapitel 1”

26.03.2020

Sehr geehrter Herr Mahler,

auf mein Schreiben vom 08. März haben Sie mir mehrteilig und inhaltsdicht geantwortet. Haben Sie vielen Dank dafür; damit hatte ich nicht wirklich gerechnet. Nicht im Mindesten indes werde ich der Fülle und Dichte Ihrer Ausführungen Herr. Wir entstammen beide dem „Volk der Dichter und Denker“. Ich rechne Sie definitiv den Denkern zu, während ich mich doch bei den Dichtern verorte. Nun ist die Frage, wie ein Dialog zwischen diesen beiden Ankerpunkten des Geistes funktionieren kann.

Daß ich „Lutheraner dem Begriffe nach“ bin, das will ich hoffen. Auch ein Dichter kommt nicht ohne Denken aus. Ob ich indes Luther als jemanden betrachte, der „die Gotteserkenntnis dem Denken als solchem“ anvertraute, das stelle ich durchaus infrage. Bei den 5 „Alleinigkeiten“ der Reformation jedenfalls finde ich kein „sola cogitatio“. Im Gegenteil:

Sola Fide (allein der Glaube)
Sola Scriptura (allein die Schrift)
Solus Christus (allein Christus)
Sola Gratia (allein die Gnade)
Soli Deo Gloria (Gott allein gehört die Ehre)

Alleine durch die ausschließlich in Christus als Mitte der Schrift offenbarte Botschaft von der Gnade Gottes, die im Glauben ergriffen werden will, gelangt der Mensch zur Erlösung und somit Gott zu seiner Ehre – so lese ich dieses reformatorische Grundprinzip. Wo sehen Sie hier den Primat des Denkens? Gerade die durch menschliche Werke (dazu rechne ich auch das Denken!) selbst gezimmerte Gotteserkenntnis wird hier doch ausgeschlossen: Gott zeigt sich dem Menschen, nicht er wird vom Menschen entdeckt.

Wenn Luther also ein Denker ist, dann habe ich zumindest Mühe, mich ihm hier beizugesellen. Sollten Sie mich hierdurch zu den „Spinnern“ rechnen, bleibt die Frage: Reden Sie mit einem „Spinner“? Wenn Luther indes ein Dichter ist, der aus der Ergriffenheit durch die wieder geöffnete Gottesverbundenheit heraus Leben und Reden in Tat und Klang gestaltet, so bin ich bei ihm. „Ein Apfelbäumchen pflanzen …“ – eine Gleichnishandlung von jesuanischer Qualität!

Lutheraner der Zugehörigkeit nach bin ich natürlich längst nicht mehr. Wie könnte ich auch, habe ich doch auch das Christentum verlassen und mich seitdem als Heide in einer ent-anthropomorphisierten Gottesvorstellung niedergelassen: „Das große Ganze“.

Damit zusammenhängend habe ich auch Schwierigkeiten, dem Begriff „Gott“ einen geschlechtsspezifischen bestimmten Artikel beizufügen. Auch Sie sprechen von „Gott“ durchgehend in der männlichen Person. Was wird durch diese sprachliche Entscheidung ausgeschlossen bzw. vorgegeben? Große Sympathie habe ich hingegen für die bei der „Artgemeinschaft“ verwendete Begriffsform „Das Gott“. Hier wird doch versucht, „Gott“ in einer – das ist jetzt ein Begriff von mir – natürlichen Übergeschlechtlichkeit zur Sprache zu bringen. Dem entspricht der Bezug auf die Natur, ihre Dynamik und ihre Erfahrungsebenen, um das persönliche Eingewobensein darin – wie auch das der Gruppe – auf eine miteinander geteilte Deutungsbasis zu stellen (Ein einziges Blatt eines Baumes kann mir alles über „Gott“ erzählen, meine ich). Und: Finden sich in den zu beobachtenden natürlichen Abläufen nicht dieselben Grundaussagen wieder, die Sie in Ihrem Hegel-Zitat (S. 2 unten Ihres ersten Antwortschreibens) benennen: Übergehen von Sein in Nichts und von Nichts in Sein? Daß nun die Natur – und damit meine ich durchaus den Kosmos insgesamt – „nur“ die hervorgebrachte Erscheinung Gottes im Außen ist, macht sie doch nicht zwingend zweitrangig einem Innen gegenüber, das in diese äußere Erscheinung doch wohl seine gesamte Identität hineingießt – sonst würde „es“ sich darin ja nicht wiedererkennen.

Materialist bin ich gewiss keiner. Doch habe ich meine Schwierigkeiten mit jeder Art von Heilsgeschichte. Worin soll das Heil denn letztlich bestehen – die Frage Luthers nach einem gnädigen Gott ist doch wohl längst nicht mehr die unsere? Und bedingt das Heil des Einen nicht zwingend das Unheil des Anderen?

Viele weitere Fragen lasse ich hier einmal noch beiseite, manches bleibe ich hier also vorerst einmal schuldig. Ich brauche verdaubare Portionen, um an deren Nahrhaftigkeit nicht zu kollabieren. Doch gerne nehme ich Ihre Einladung an und wage mich in die Denkwaschanlage!

Hier beiliegend schicke ich ein Büchlein mit, das ich als eine persönliche theologische Biographie betrachte. Ich bin kein Mensch, der Bücher schreibt; dieses hier hat sich während meines Auseinanderreibens mit der Bay. Evang. Landeskirche quasi von selbst geschrieben. „Theologie ist zu 50% Biographie“, hat einer meiner theologischen Lehrer einmal gesagt … . Ich habe einen durchaus langen und windungsreichen Weg hinter mir. Und er ist beileibe noch nicht zu Ende!

 
Mit achtungsvollen kameradschaftlichen Grüßen!
Brief als PDF

*****

Horst Mahler
Anton-Saefkow-Allee 22
14772 Brandenburg

Brandenburg, den 20. April 2020

Lieber Herr C,                                 Text als PDF

ja, ich bin bereit, auch mit „Spinnern” zu sprechen, nur gehören mindestens ZWEI dazu. Sie müssten mich also ertragen. Können Sie das? Der DICHTER würde mir nicht davon kommen und DENKWÄSCHE geht nur als SELBSTREINIGUNG. Die ist manchmal schmerzhaft.

Überzeugungsarbeit ist zwecklos, also lass ich das. Es geht um die HERSTELLUNG einer „miteinander geteilten Deutungsbasis”. Die gibt es nämlich noch nicht. GÜNTHER ROHRMOSER hat es auf den Punkt gebracht: Wir können uns nicht einmal mehr darüber verständigen, worüber wir streiten wollen.

Fangen wir mit GOTT an! Sie meinen, „Gott zeige sich dem Menschen, nicht er werde vom Menschen entdeckt”. Ich weiß, daß GOTT sich sich selbst zeigt, um zu wissen, was er ist; SEIN Wahrnehmungsorgan ist denkendes Bewußtsein, das den Menschen als solchen ausmacht. WO anders könnte GOTT sein?

GOTT ist WAHRHEIT; seine Wirklichkeit als freies Bei-sich-sein ist er erst im WISSEN von sich, daß er im MENSCHEN ist (nicht: hat).

Wie er sich weiß, so macht er sich als WELT.

Sie trennen GOTT und MENSCH – verharren also im Judengeist. Zeigen Sie mir, daß es anders ist!

Den Witz mit „Das Gott” können Sie sich sparen. Sein philosophischer Name ist „Das Absolute” und die zugehörige Bedeutung dieses Namens ist: „Was von nichts abhängt, das es nicht selbst ist”. Zufrieden?

Die ARTGEMEINSCHAFT ist die jüdische Diaspora im Christentum; mir ein einziges Ärgernis weil sie den DEUTSCHEN WILLEN lähmt. Sie lähmt, indem sie GOTT in Bilder, Vorstellungen und Gleichnisse bannt, also in eine Gestalt, in der GOTT nichts mehr vermag. Es ist der vom jüdischen Verstand erschlagene Gott.

Spätestens an dieser Stelle sollte Ihnen klar sein, daß ich Sie nicht den „Spinnern” zurechne, denn ich stelle Fragen und will Antworten.

Das große Ganze” – Oh je. Das ist der BEGRIFF im Sinne ABSOLUTER AKTUOSITÄT, der sich sich selbst offenbart.

Das mit dem „einzigen Blatt”, das alles über Gott erzählen kann, erzählt HEGEL in den 20 Bänden seiner Werke so, daß es zur Gewissheit wird und alle Zweifel schweigen. Aber das „Blatt”, über das Leibniz mit den Hofdamen plauderte, erzählte nichts von NOTWENDIGKEIT seines SEINS: Es fällt ab und welkt.

Weitere Nachfrage: Sie rechnen das DENKEN zu den „menschlichen Werken”. Wie kann das DENKEN als WERK gedacht werden, da es dem BEGRIFFE nach alles, was ist, aus sich hervorbringt? Auch sich selbst.

Das macht jetzt den Übergang zu Luther.

Sie schreiben:

Ob ich … Luther als jemanden betrachte, der ‚die Gotteserkenntnis dem Denken als solchem anvertraue’ (HM), das stelle ich durchaus in Frage. Bei den 5 ‚Alleinigkeiten’ der Reformation jedenfalls finde ich kein ‚Sola Cogitatio’. Im Gegenteil:

Sola Fide (allein der Glaube)
Sola Scriptura (allein die Schrift)
Solus Christus ( allein Christus)
Sola Gratia (allein die Gnade)
Soli Deo Gloria (Gott allein gehört die Ehre)”

und fragen mich:

Wo sehen Sie hier den Primat des Denkens?”

Was tun Sie damit? Bieten Sie mir eine AUFZÄHLUNG gleichgültiger Dinge? Und wenn es so wäre: Sind das nicht GEDANKEN-Dinge? Was bliebe von ihnen, wenn Sie DENKEN daraus entfernten? Hätte Luther das Denken als „cogitatio” in die Reihe der „Fünf Alleinigkeiten” aufgenommen, wäre das nur der Beweis für das Wirken eines in die Irre führenden Denkens. Das sollten Sie ihm nicht antun.

Sind für Sie „Fide”, „Scriptura”, „Christus”, „Gratia” und „Deo Gloria” nicht besondere Gegenstände Ihres Denkens, deren SEELE – das Durchdringende ALLGEMEINE – (Ihr) DENKEN ist?

Und in Ihrer Parade vermiss ich eines, was für einen Dialog ungemein förderlich ist: Die Berücksichtigung des Satzes von Benedict Spinoza „omnis determinatio est negatio”.

Wenn ich sage, Luther habe die Erkenntnis der Wahrheit dem DENKEN anvertraut, dann spielt unausgesprochen beiher, was Luther in seinem Standpunkt negiert. Sind wir uns etwa nicht einig, daß er die Bindung der Erkenntnis an die VERMITTLUNG durch die geweihte Autorität des Priesters mit weltgeschichtlicher Wirkung vernichtet hat, und dadurch zum REVOLUTIONÄR geworden ist?

Luther hat die UNMITTELBARKEIT des Menschen zu GOTT in das ALLGEMEINE BEWUSSTSEIN erhoben, indem er die im Glauben stattfindende GOTTESERKENNTNIS in die DEUTUNGSARBEIT des GLÄUBIGEN legte.

Daran ändert der Umstand nichts, daß Luther durch den nächtlichen Blitzschlag ein Leben lang traumatisiert (geistesgestört) war. Seine Sucht, GOTT ihm gnädig zu machen, ist in meinem höchstpersönlichen Gebet im Hegel’schen Sinne aufgehoben. Dieses geht so:

Vater im Himmel – mach’, daß ich Deinen Willen erkenne und gib mir die Kraft, ihm (sic!) zu leben. Amen!”

Das ist es wohl, was die Quintessenz des Luther’schen Werkes „Vom unfreien Willen” ausmacht. Es ist die Antwort auf die Sinnfrage, die sich wohl jeder Mensch – der eine früher, der andere später – stellt.

Wer hat tiefer die BRECHUNG des EIGENWILLENS als den metaphysischen Ort der Verschmelzung des MENSCHEN mit GOTT bestimmt und damit den PREUSSISCHEN VOLKSGEIST als solchen sich seiner bewußt gemacht?

Die Kraft jenes Gebets ist unmittelbare Erfahrung, die sich in meiner Biographie abbildet.

Die OFFENBARUNG GOTTES in das Denken im MENSCHEN ist der Begriff von „Gnade und Barmherzigkeit”, weil: Es gibt nichts HÖHERES, das als HEIL gedacht werden kann.

Ihre „Schwierigkeiten mit jeder Art von Heilsgeschichte” haben ihren Grund vermutlich darin, daß Sie dem NAMEN „Heilsgeschichte” eine Bedeutung assoziieren, die gar nicht gedacht werden kann, also Nonsens ist.

Der Begriff „Heilsgeschichte” ist die in Gedanken gefaßte Historizität des Offenbarungsgeschehens GOTTES in das Bewußtsein des MENSCHEN, das dadurch das in der Zeit erscheinende WISSEN GOTTES von sich ist. In diesem Sinne ist sie wesenhaft gesättigte Religionsgeschichte, welche sonst nur als Erzählung äußerlicher Begebenheiten dargeboten wird.

Die von Ihnen behauptete Selbsterfahrung einer „Ent-antropomorphisierung” ist die Herabsetzung des HÖCHSTEN zu einem WENIGER als Sie selbst sind. Oder erleben Sie sich nicht als Person? Wo und wie hätte GOTT denn das verloren, was er Ihnen geschenkt hat?

Verlassen Sie nicht den karthesischen Ursprung des Gottesbegriffs, den Satz, daß alles bezweifelbar ist, nur der Gedanke nicht „cogito ergo sum”? Was anderes wäre für Sie der Punkt, auf dem Sie stehen könnten, um sinnerfüllt von und über Gott reden zu können?

Mit dem zeitgeistlichen Projekt „Entmannung Gottes” kann man sicherlich noch eine Zeit lang Bücherregale füllen, ehe es mit „Homerischem Gelächter” in das „ewige Kuriositätenkabinett” versetzt wird.

Es gibt „im Himmel und auf der Erde” keinen mächtigeren Unterschied als den zwischen Mann und Frau, und nichts ist unzertrennlicher in der Welt als „Mann und Weib”.

Das eben ist die „Ebenbildlichkeit des Menschen”:

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zu seinem Bilde schuf er ihn; und schuf sie (?) als Mann und Weib” (1. Mose 1,27)

Das ist die bildliche Form des rein logischen Satzes:

Gott ist ‚Identität von Identität und Nichtidentität’”

Dieser findet sich bei Hegel in folgender Form:

Die Analyse des Anfangs gäbe somit den Begriff der Einheit des Seins und des Nichtseins oder, in reflektierterer Form, der Einheit des Unterschieden- und des Nichtunterschiedenseins oder der Identität der Identität und Nichtidentität. Dieser Begriff könnte als die erste, reinste, d. i. abstrakteste Definition des Absoluten angesehen werden, wie er dies in der Tat sein würde, wenn es überhaupt um die Form von Definitionen und um den Namen des Absoluten zu tun wäre. In diesem Sinne würden, wie jener abstrakte Begriff die erste, so alle weiteren Bestimmungen und Entwicklungen nur bestimmtere und reichere Definitionen dieses Absoluten sein” (Hegel W5,74)

Diesmal ist es ausnahmsweise einmal die englische Sprache, die schon an sich selbst diese Identitätsbeziehung unmittelbar zum Ausdruck bringt wie folgt:

the man = der Mann, der Mensch (Identität)
the woman = die Frau, das WEIB (Unterschied und Identität)

Sie wollen das jetzt ändern. Das ist enorm!

Das ist der Aufstand gegen die Vernunft. Seine Weltwirklichkeit ist die in unserem Lande zu beobachtende totale Zerstörung der FAMILIE und des STAATES.

Mann/Weib: Jedes der gegensätzlichen Momente ist – in der Anatomie sichtbar geworden – an sich zugleich das GEGENTEIL seiner selbst. Nach Spinoza ist der Unterschied (negation) mit gesagt.

Gottes Sprache in der Biologie ist drastisch und eindeutig: Sein Abbild ist nur durch den Unterschied und die Untrennbarkeit der Unterschiedenen. In der körperlichen Vereinigung der Ungetrennten erscheint erst die Gattung im Sinne des ewigen Lebens. Gleichgeschlechtliche Beziehung ist Negation der Gattung – ein UNWERT.

FAMILIE ist die Konfliktzone des Menschen, der nur dann Bestand hat, wenn die Geschlechterbeziehung RECHTSVERHÄLTNIS (genannt: „Ehe”) ist, das keines ist ohne die „Stichentscheidungs-Kompetenz” des FAMILIENVATERS, also des Mannes. Im Recht sind Mann und Weib in ihrer Unterschiedenheit als Person (Träger von Rechten und Pflichten) anerkannt aber nicht „gleich”.

Etwas anderes kann nur gelten, solange die Ehe noch nicht zur Familie geworden ist. Denn im Stand der (noch)-Kinderlosigkeit dürfen die Ehepartner sich noch trennen, ohne ihre sittliche Pflicht (gegenüber ihren Kindern) zu verletzen.

Goethes FAUST (Teil II) endet:

Das ewig Weibliche zieht uns hinan”

Mit diesem Satz ist die Frau in ihrer Wesenhaftigkeit des WEIBES geadelt. Was wird sich Goethe dabei gedacht haben?

Das weiß ich nicht; aber mir fällt eine Menge ein, was ich an seiner Stelle erläuternd sagen möchte.

Die FAMILIE als das Verhältnis der Sittlichkeit ist der Quellpunkt des STAATES als Willensorganisation des Gemeinwesens, d.h. des RECHTS. Die SITTLICHKEIT als SUBSTANZ des Staates ist also das Prius im Verhältnis zum STAAT. Er setzt die Vernunft als RECHT (GESETZ) und nicht umgekehrt; nicht setzt das RECHT die VERNUNFT. Das WEIB muss seine FREIHEIT erkämpfen, nicht die GLEICHHEIT.

Der Rechtswille kann also nicht gedacht werden als der Richter im familialen Streit.

Schon in der körperlichen Ausbildung des Mannes als der im Verhältnis zum Weib Stärkere, ist vom BEGRIFF das SCHWERT als Symbol der Verteidigung des Lebens in die Hand des Mannes gelegt. VERANTWORTUNG für die Familie ist das Wesen des Schwertes und für den Mann die absolute Pflicht, d.h. das Gebot, sein Leben zu geben, wenn der Schutz der Familie und des Staates dieses Opfer fordert.

Verantwortung erscheint in der Entscheidung. Die liegt in einem Zweier-Verhältnis wie der EHE beim Verantwortungsträger, weil sie nicht mediatisiert (demokratisiert) werden kann, also Einsheit nicht hergestellt werden könnte. Ergo: Das Weib, das in der Ehe geboren hat, ist im Umfang der AMTSGEWALT des Ehemannes durch diesen bestimmbar.

Der Kampf um die Erhaltung der Existenz geht notwendig auf Leben und Tod. Diese Notwendigkeit bildet sich ab in der Aggressivität des Schwertträgers. Diese ist aus ihrer zerstörerischen Richtung in das kreatürliche Moment der Erhaltung des Lebens zurückzubiegen. Die notwendige Temperierung erfährt sie durch das weibliche Prinzip der Hervorbringung und Hegung des Lebendigen. Die primitivste Gestalt der real-weltlichen Erscheinung dieses Begriffsmoments ist die „Beisshemmung” des siegreichen Kriegers, der die Frau des besiegten Feindes nicht tötet, sondern „nur” vergewaltigt und dann gehen lässt.

Und dem Begriffe nach kann das Weib um der Kinder willen nicht Krieger sein, die nur dann gesund aufwachsen im Erleben des WEIBLICHEN PRINZIPS, das seine WAHRHEIT allein in der innigen Mutter-Kind-BEZIEHUNG hat, die zerstört würde in der Vorstellung, daß die MUTTER fähig wäre, auf Befehl FREMDER in Gehorsam Menschen zu töten, was ja der Beruf des Kriegers ist.

Die Härte des vernünftigen Tötungswillens kommt dem SOHNE durch das Vorbild des VATERS an sein SELBST, das dadurch zum MÄNNLICHEN Charakter wird, der sich notwendig zur Einschüchterung von Feinden in der Körpersprache (Imponiergehabe) ausdrückt.

Dieser Zusammenhang übersteigt die biologische Differenzierung von Mann und Frau und ist deren sittliche SUBSTANZ.

So wird das SATANISCHE WESEN des „Genderismus” und der Geschlechter-unspezifischen „Homophilie” begreifbar. Wir, die wir von DEUTSCHER KULTUR geprägt sind, haben wohl eine mehr oder weniger klare Vorstellung von Eigenarten der verschiedenen Völker. So könnten wir wohl beschreiben, was für uns die Eigenart der FRANZOSEN, der ITALIENER, der RUSSEN usw. sei; als Eigenart der DEUTSCHEN in diesem Sinne gilt das SPARTANISCHE, das SOLDATISCHE, d.h. das PREUSSISCHE. Das Bedürfnis, diesen Volksgeist zu verunglimpfen, hat den Juden Heinrich Mann dazu getrieben, seinen Roman „Der Untertan” zu schreiben.

An dieser Stelle möchte ich auf das “Reiterlied” aus Schillers “Wallenstein” hinweisen:

 

Ihr Versuch der Entmannung GOTTES muss aber nicht zwingend als Anbiederung an den „Feminismus” gelesen werden. Vielleicht ist es nur der Versuch, einer sprachlichen Kalamität zu entkommen, die mit dem Satz: „Gott ist männlich” vorhanden ist. Diese hat Hegel wie folgt aufgelöst:

Es muss hierüber sogleich im Anfange diese allgemeine Bemerkung gemacht werden, daß der Satz, in Form eines Urteils, nicht geschickt ist, spekulative Wahrheiten auszudrücken; die Bekanntschaft mit diesem Umstand wäre geeignet, viele Mißverständnisse spekulativer Wahrheiten zu beseitigen. Das Urteil ist eine identische Beziehung zwischen Subjekt und Prädikat; es wird dabei davon abstrahiert, daß das Subjekt noch mehrere Bestimmtheiten hat als die des Prädikats, sowie davon daß das Prädikat weiter ist als das Subjekt (nicht nur die Rose ist „rot”, sondern auch das Blut/HM). Ist nun aber der Inhalt spekulativ so ist auch das Nichtidentische des Subjekts (Gott ist auch weiblich) und des Prädikats wesentliches Moment, aber dies ist im Urteile nicht ausgedrückt. Das paradoxe und bizarre Licht, in dem vieles der neueren Philosophie den mit dem spekulativen Denken nicht Vertrauten erscheint, fällt vielfältig in die Form des einfachen Urteils, wenn sie für den Ausdruck spekulativer Resultate gebraucht wird” (Hegel W5,93).

Wäre GOTT „übergeschlechtlich” – wie Sie meinen – wäre die Welt ein trostloser Ort. Seine wohl schönste Phantasie ist, als Mann und Frau zu erscheinen.

Sehr interessant ist Ihre Frage:

Finden sich in zu beobachtenden natürlichen Abläufen nicht dieselben Grundaussagen wieder, die Sie in Ihrem Hegelzitat … benennen: Übergehen von Sein in Nichts und von Nichts in Sein?”

Genau das ist „Hegelisch”. Goethe faßte es im „Chorus Mystikus” in die Zeile:
Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis”. Es ist ein und dieselbe Schrift – die Logik als UNSCHAUBARE, die NATUR als ERSCHEINENDE: Dieses Verhältnis ist in der INFORMATIK für das allgemeine Bewußtsein entdeckt worden, deren Prinzip es ist, alles was ist, als INFORMATION in BITS (01,10) und BYTES (10010110/01101001) abzubilden; auch das SINNLICHE.

Als Verstand ist die Information eindimensional dargestellt (01,10), in der Vernunftlogik zwei-und n-dimensional (01/10)
                                                                                    (10/01)
                                                                                        …….

Man kann so die INFORMATIK als geheimnisvolle Widerlegung des Mosaismus deuten. Moses hätte die Schrift erfunden; der Geist sagt an, was mit ihr zu schreiben ist. Die Wahrheit sind nicht die Schriftzeichen sondern der Text.

Es ist leicht zu sehen, daß die Vernunft den Verstand in sich befasst. Dieser ist erst die Möglichkeit der Befreiung, die Vernunft ihre Verwirklichung.

Schon in den ALTEN HOCHKULTUREN zeigt sich am MENSCHEN der Trieb, die vorhandene Sinnlichkeit in UNSINNLICHE Information (Naturgesetze) zu verwandeln.

Erst im Mosaismus sind die unendlich vielen „Naturgesetze” als EINS gewußt – als der UNSCHAUBARE GOTT. Dieser hat sich in ihm aber noch nicht erkannt; er weiß noch nicht wirklich, was ER ist.

Ihr Einwand:

Daß nun die Natur – und damit meine ich durchaus den Kosmos insgesamt – ‚nur’ die hervorgebrachte Erscheinung Gottes im Außen ist, macht sie doch nicht zweitrangig einem Innen gegenüber, das in diese äußere Erscheinung doch wohl seine gesamte Identität hineingießt – sonst würde es ‚sich darin nicht wiedererkennen’”

Ich widerspreche Ihnen nicht. Das mit sich identische steht nicht im Verhältnis der Höher- bzw. Nachrangigkeit. Der Unterschied ist kein Werturteil sondern Konkretion der EINSHEIT; DIE EWIGE GEGENWART GOTTES ALS/UND IN DER WELT.

Diese Stelle in Ihrem Brief läßt mich hoffen, daß es doch zu einem ergebnisträchtigen Dialog zwischen uns kommt.

Sollte ich tatsächlich irgendwo geschrieben haben „daß die Natur nur Erscheinung Gottes im Außen” sei (ich bezweifele das), dann ergibt sich aus dem Kontext – dessen bin ich mir sicher – daß dieses „nur” nicht die Bedeutung eines „Zuwenig” oder ein anderes Werturteil trägt (Statt Brot nur Steine).

Es geht hier um den wesentlichen Unterschied von „BEGRIFF” und „GEIST”. Sie sind nicht Synonyme und stehen auch nicht im Verhältnis der isolierten Andersheit. Sie sind IDENTITÄT – aber nicht abstrakt, sondern „in sich bewegt” (konkret) Identität von Identität und Nichtidentität (siehe oben Seiten 4 und 6). Der Geist aber ist das Übergreifende.

Und noch eins:

Sie schreiben von „äußerer Erscheinung”, nicht von Erscheinung überhaupt. Damit sind Sie in die „Einseitigkeits-Falle” getappt. GOTT ist GEIST (Joh 4,24), sowohl innere Erscheinung – nämlich im Bewußtsein als Erkenntnis – als auch äußere Erscheinung – als Natur und Welt (Natur: = unmittelbar vorhandene Erscheinung; Welt: = durch Bewußtsein und Wille vermittelte Realität), Doppelung des Begriffs: Dieser ur-teilt sich und findet dadurch zu sich als VERSÖHNUNG der Gegensätze.

Die Welt ist gegenwärtig im Krisenmodus und die Natur in einer Gefährdungslage.

KRISE: = Entscheidung des WILLENS (WILLE: = praktischer Geist);
GEFÄHRDUNGSLAGE: = durch naturgesetzliche Intervention beeinflussbar.

Gegenwärtig erleben wir den Versuch, mit APPELLEN aus dem Krisenmodus herauszukommen und Gefahrenabwehr zu bewirken. Aber: APPELLE BEWIRKEN NICHTS!

Es muss gehandelt werden. Es ist zuallererst nach SINN + ZWECK des Handelns in der gegebenen Lage zu fragen.

Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.  Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. ” (Math 10,34-36)

An dieser Stelle nochmal der Text des “Reiterliedes”

Am Anfang steht die Erkenntnis, daß „DER WESTEN”, ohne es zu merken, einem alles vernichtenden Glaubenszwang unterliegt, dem ATHEISMUS, der sich die hübschende Bezeichnung „WISSENSCHAFTLICHES WELTBILD” zugelegt hat. Dieses beruht auf dem JÜDISCHEN PRINZIP der TRENNUNG von GOTT und MENSCH. Darin ist der MENSCH sich selbst das HÖCHSTE, der dadurch keine Achtung vor sich hat (Hegel W 12,123).

Die Vorstellung, daß APPELLE etwas „nützen”, ist ein Ableger der MORALISCHEN GESCHICHTSBETRACHTUNG, die das dem Begriffe nach absolut amoralische Volk, die Judenheit, den Völkern einträufelt, um sie zu „vertilgen”.

APPELLE zielen auf Resonanz eines gesellschaftlichen Kernkonsenses, den der Judaismus in beharrlicher GEGEN-GESCHICHTSARBEIT zu geistloser „Humanitäts-Duselei” verdünnt hat. Jede Blase, die aus diesem Sumpf aufsteigt, festigt die KULTURELLE HEGEMONIE DES JUDENTUMS. Das Gas macht aus Menschen GUTMENSCHEN, die in der Welt besoffen umhertorkeln und in jede Falle tappen, die ihnen die Judenheit stellt. Hätte es noch eines Beweises bedurft: Die „Corona-Pandemie 2020” und die Reaktion der Menschen – ihre eifrige Gefolgschaft bei der Umsetzung des universellen Staatsstreiches der Freimaurerei – ist dieser Beweis.

GUTMENSCHEN erkennen nicht den PLAN, dessen Opfer sie jetzt schon geworden sind.

Die WHO („Weltgesundheitsorganisation”) ist der sichtbare Teil des „TIEFEN STAATES”, des Prototyps der jüdischen Weltregierung. Die ehemals nationalen Regierungen sind ihr bedingungslos untergeordnet. Braucht man noch mehr Anschauungsmaterial als die weltweit konzertierte Zertrümmerung der materiellen Reproduktion der Völker („Wirtschaft” genannt)?

Was ist das Ziel?

    1. Die Inkaufnahme einer Dezimierung der Weltbevölkerung durch eine Kombination von SEUCHEN, HUNGER und KRIEGE – die Apokalyptischen Reiter;

    2. Zerstörung des globalen Währungs- und Finanzsystems, um den Weg frei zu machen für die Einführung einer durch Währungs-Zonen strukturierten WELT-EINHEITS-WÄHRUNG, die vom Hause Rothschild manipuliert wird;

    3. VERSCHROTTUNG der vorhandenen materiellen Basis der Realwirtschaft, um global einen gigantischen WIEDERAUFBAUBEDARF zu generieren als INVESTITIONSFELD für rentierliche Vermögensanlagen, die in der Anschub-Phase auf dem GOLD als Währungsreserve beruhen (GOLDSTANDARD), weil das GOLD sich im Besitz des Hauses Rothschild befindet.

Ergo: Die Fortsetzung des von Rothschild dominierten KAPITALISMUS UNTER VERÄNDERTEN BEDINGUNGEN mit tödlichem Ausgang (Franziskus: „Diese Wirtschaft tötet” EG Nr.53).

Der von den VÖLKERN zu bewirkende Ausweg aus der Krise ist der Übergang des UNMITTELBAREN – nur VORHANDENEN – MENSCHEN in den sich seiner als das Wissen Gottes selbst bewußten MENSCHEN. Das Wissen, daß die Vielheit der Völker Dasein des EINEN GOTTES ALS WELT UND IN DER WELT IST.

Der ZENTRALSCHLÜSSEL, der die Völker aus den Verliesen des Verstandes und damit von der Kulturellen Hegemonie des Judentums befreit, ist die DEUTSCHE IDEALISTISCHE PHILOSOPHIE: Mit ihr ist der von der Judenheit getötete GOTT DER CHRISTEN auferstanden.

Für die Heilsgeschichte spielt die Zeit keine Rolle. In ihrem Reich ist es gleichgültig, ob sich der heilige Geist als dieses Wissen schon jetzt oder erst in 500 Jahren in seine Gemeinde ausgießt (PFINGSTEN DER NATIONEN). Dann wird der MENSCH ACHTUNG vor sich selbst und RESPEKT sowie LIEBE für die NATUR haben, die er dann mit seiner schöpferischen Kraft hegen und pflegen wird.

Ich hoffe auf „gute Verdauung”.

Mit kameradschaftlichen Grüßen

Horst Mahler