… gleichwoh beharrlich ein Schuldbekenntnis im Beichtstuhl der Holocaustkirche von mir verlangt
Lieber Herr B.,
Ich habe nicht zu meinen und auch nicht zu verurteilen. Es geht um Wissen und die Frage, was kann ich wissen (Kant)? Mit der Anwort weiß ich es und bin nicht länger auf Glauben angewiesen (Hegel). Die moralische Geschichtsbetrachtung ist nur ein Meinen, dem die Willkür “auf die Stirn” geschrieben steht. Sie ist die verbreitetste Form der menschlichen Dummheit und in Satans Händen eine tödliche Waffe gegen die Völker.
Der Geist ist frei, d.h. er darf auch den Gedanken fassen, daß die Vertilgung eines Volkes eine Notwendigkeit ist. Moses und die mosaischen Schriftgelehrten sind Meister auf diesem Gebiet bis in unsere Tage. Und Sie weigern sich, das zur Kenntnis zu nehmen. Was ist der Grund dieser Haltung?
„Erwiderung an einen Freund, der weitgehend mit meiner Sicht der Dinge übereinstimmt, …“ weiterlesen
Brandenburg, am 11. Februar 2010
Brief als PDF
Lieber Axel,
voller lustvoller Erwartung habe ich Deinen Brief vom 9. Januar 2010 gleich links neben meine Schreibmaschine gelegt. Es würde mir großen Spaß bereiten, diesen ausführlich zu beantworten; war und ist mein Gefühl. Aber es zeigte sich, daß ich Lustverzicht leisten muß, weil sich die zu ziehenden Konsequenzen aus dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 4. November 2009 vorgedrängelt haben. Das macht natürlich auch Spaß – nur anders.
In den nächsten Tagen wird wohl ein längerer Text dazu (“Die Wende” und “Brief an meine Tochter”) korrigiert vorliegen, der Dir dann sofort per e-Postanhang zugehen wird. Ich nehme hier das Ergebnis der Untersuchung vorweg: Der Beschluß vom 4. November 2009 markiert den Beginn einer Revolution, die eine Weltrevolution sein wird. Das erschließt sich vollständig nur dem, der das Kriegstheater in einfachen Gedanken in seiner Bedeutung als Entwicklung (Fortschritt) des Geistes im Bewußtsein der Freiheit, d.h. seiner selbst, erfaßt.
Die Grundlage dafür ist Hegels Geschichtsphilosophie.